25.09.2018, 11:06 Uhr

Urteil gefallen Versuchter Totschlag – Disko-Schlägerei artet völlig aus

(Foto: vb)(Foto: vb)

„Ich möchte mich für alles, was ich in der Vergangenheit getan habe, entschuldigen“, zeigte sich der 29-jährige Maurer-Azubi aus Roding in der vergangenen Woche reuig. Trotz seiner Einsicht sprach ihn das Gericht des versuchten Totschlags und der Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt wurde angeordnet. Das hat sich der 29-Jährige zu Schulden kommen lassen:

REGENSBURG Der 29-Jährige besuchte November 2016 eine Diskothek in Cham. Gegen 5.15 Uhr kam es alkoholbedingt zu einem Streit zwischen dem 29-Jährigen und einem weiteren Disko-Besucher. Der Streit entwickelte sich in eine körperliche Auseinandersetzung, in der beide Männer verletzt worden waren. Nachdem ein Security-Mitarbeiter der Prügelei ein vorläufiges Ende gesetzt hatte, schlug der 29-Jährige seinem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht. Sein Gegner fiel zu Boden und prallte mit dem Kopf auf der Straße auf. Der 29-Jährige trat seinem Opfer daraufhin mit dem Fuß ins Gesicht. Der junge Mann aus Roding war damals bereits auf Bewährung.

Der Prozess ist vor allem deswegen besonders, weil er bereits einmal geführt worden war. Der damals 28-jährige Angeklagte stand schon von 26. bis 29. September 2017 vor der Schwurgerichtskammer des Regensburger Landgerichts. Damals wurde der junge Mann der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Weil die Staatsanwaltschaft allerdings kurz nach dem Urteilsspruch Revision einlegte, wurde der Fall nun neu aufgerollt.


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