28.08.2018, 20:52 Uhr

Landgericht Regensburg Masseur mit fragwürdiger Technik –27-Jähriger steht wegen Vergewaltigung vor Gericht

Der 27-jährige Mann aus dem Irak bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft und schwört auf seine Mutter. (Foto: vb)Der 27-jährige Mann aus dem Irak bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft und schwört auf seine Mutter. (Foto: vb)

Es war erst die dritte Massage, die der 27-jährige ungelernte Masseur aus dem Irak in einem Massagestudio in Regensburg an einer jungen, blonden, attraktiven Frau durchführte. Er befand sich in der Probezeit. Wegen genau dieser Massage am 2. Dezember 2017 steht der 27-Jährige nun seit Dienstag, 28. August, vor dem Regensburger Landgericht. Ihm wird vorgeworfen, während der Massage einen sexuellen Übergriff und gleichzeitig eine Vergewaltigung begangen zu haben.

REGENBSURG Der Angeklagte soll laut Anklageschrift gegen 15.30 Uhr eine Thai-Massage bei der blonden Kundin durchgeführt haben. Zuvor soll er sie aufgefordert haben, sich bis auf ihren Slip auszuziehen. Nachdem der Iraker den Rücken der Kundin massiert hatte, soll er damit begonnen haben, zuerst oberhalb des Slips und dann auch unter dem Slip, den Intimbereich der jungen Frau zu massieren. Obwohl die Frau ihm mitteilte, dass er damit aufhören soll, soll der Angeklagte nur wenig später erneut mit seiner Hand in den Slip gefahren sein, um dort sexuelle Handlungen an ihr vorzunehmen. Die junge Frau sagte ihm erneut, dass sie das nicht möchte, und schob seine Hand weg. Trotzdem soll der 27-Jährige wenige Minuten später begonnen haben, die nackten Brüste der Kundin zu kneten. Sie beendete daraufhin die Massage vorzeitig und zog sich wieder an.

Nach der Verlesung der Anklageschrift kommt schließlich der 27-Jährige zu Wort. Schnell wird klar: Seine Version ist eine ganz andere. Seiner Ansicht nach verlief die gesamte Ganzkörpermassage ohne besondere Vorkommnisse. Lediglich einmal rutschte er ab gelangte dabei mit den Fingern seitlich unter den Slip der Kundin. Er entschuldigte sich bei ihr und setzte die Massage fort. Immer wieder erkundigte er sich bei der jungen Frau, ob alles in Ordnung sei, mehrere Male schauten sogar die Inhaber des Salons nach dem Rechten. Die Kundin brach die Massage nicht ab, blieb bis zum Ende liegen. Entsprechend erschrocken war der 27-Jährige nach eigenen Aussagen, als er nach der Massage zu einem Gespräch mit dem Inhaber und der Kundin gebeten wurde und die Vorwürfe hörte. Er wehrte sich vehement und schwor auf seine Mutter, die er über alles liebt: „Ich war geschockt, das ist ein Verbrechen“, erklärte der Angeklagte über seinen Dolmetscher. Auch die Kundin, die im Prozess als Nebenklägerin auftrat, sagte vor Gericht aus – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Ein Urteil im Prozess gegen den 27-jährigen Iraker wird in der kommenden Woche erwartet.


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