28.08.2018, 15:56 Uhr

Polizei ermittelt weiter Schädel der toten Frau vom Keilsteiner Hang gibt weiter Rätsel auf

Phantombild der Toten vom Keilsteiner Hang. Foto: PolizeiPhantombild der Toten vom Keilsteiner Hang. Foto: Polizei

Spaziergänger fanden im Februar 2017 auf dem Keilsteiner Hang bei Regensburg den Schädel einer toten Frau. Bis heute ist ungeklärt, um wen es sich handelt - jetzt hat die Polizei mit Hilfe der Wissenschaft eine Phantomskizze angefertigt. Und den möglichen Todeszeitpunkt auf die Jahre zwischen 1963 und 1968 geschätzt.

REGENSBURG Es ist ein gruseliger Fund, den Spaziergänger im Februar 2017 in einem Waldstück am Keilsteiner Hang bei Regensburg machte: Ein skelettierter menschlicher Schädel lag dort, in einem Naherholungsgebiet, wo Spaziergänger und Hundehalter die Natur genießen. Die Identität der Person ist weiter nicht geklärt. Die Ermittler der Kriminalpolizei Regenburg hoffen aufgrund der nun vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse auf neue Hinweise.

Tatsächlich konnten außer dem knöchernen Haupt trotz intensiver Suchmaßnahmen im fraglichen Bereich und dessen Umfeld keine weiteren menschlichen Überreste aufgefunden werden. Die Kriminalpolizei Regensburg hat nun in Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin München und der Freien Universität Amsterdam, basierend auf den aufgefundenen knöchernen Schädel eine Weichteilrekonstruktion und eine isotopische Begutachtung veranlasst.

Dabei wird zum einen aufgezeigt, wie die Person kurz vor ihrem Ableben ausgesehen haben müsste, zum anderen wird der vermutliche Lebensraum in verschiedenen Lebensabschnitten eingegrenzt.

So entstanden einige neue Aussagen zu der Person und eine bildliche Darstellung der Unbekannten. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler nun die entscheidenden Hinweise zur Identifizierung der Person.

Gemäß der Begutachtung handelte es sich bei der bisher unbekannten Person um eine Frau, die vermutlich zwischen 1942 und 1944 geboren wurde, die vermutlich zwischen 1963 und 1968 gestorben ist, ihre Kindheit im Raum Tschechien / Böhmischen oder Bayerischen Wald verbrachte und die zuletzt einige Jahre im Großraum Regensburg lebte.

Die Beispielbilder, die das mögliche Aussehen der Frau vor Ihrem Ableben darstellen, sind absichtlich ohne Haupthaar gestaltet. Ferner liegen keine Anhaltspunkte auf die Statur der Unbekannten vor, so dass das dargestellte Gesicht durchaus fülliger oder dünner ausgefallen sein kann. Insbesondere das Verhältnis der Augen – Nase – Mundparite ist in der Regel jedoch aussagekräftig. Auffällig ist insbesondere die markante Nase.

Die Kriminalpolizei Regensburg fragt nun, wer kann Angaben zu der bislang Unbekannten machen? Wer erinnert sich an eine damals etwa 20-30 Jahre alte Frau, die seit den Jahren 1963 und 1968 nicht mehr gesehen wurde? Wer kennt die Unbekannte oder kann sonst sachdienliche Angaben machen? Unter der Rufnummer 0941/506-2888 nimmt die Kriminalpolizei Regensburg die Hinweise entgegen.


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