21.06.2018, 17:18 Uhr

Planungsstab gegründet Beratzhausen will ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen

Das bestehende Gebäude – ein „feuerwehrtechnischer Totalschaden“! (Foto: Markt Beratzhausen)Das bestehende Gebäude – ein „feuerwehrtechnischer Totalschaden“! (Foto: Markt Beratzhausen)

Der Marktgemeinderat Beratzhausen hat in der Sitzung vom 7. Mai einstimmig beschlossen, „die nächsten Schritte für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf dem ‚Schlossergelände‘ einzuleiten“. Vorrausgegangen war ein entsprechendes Kurzgutachten, das dem bestehenden Feuerwehrgerätehaus einen „feuerwehrtechnischen Totalschaden“ bescheinigte. Jetzt geht es voran. Die nächsten Schritte sollen von einem neu eingerichteten Planungsstab aus Vertretern der Feuerwehr, dem Rathaus und dem Marktrat vorangetrieben werden.

BERATZHAUSEN „Es freut mich sehr, dass sich so schnell eine Gruppe von Ehrenamtlichen gefunden hat, die die Planung des Feuerwehrgerätehauses in die Hand nimmt. Mit der Feuerwehr, dem Rathaus und dem Marktrat sitzen alle Beteiligten an einem Tisch und Missverständnisse können so rechtzeitig vermieden werden.“, so Bürgermeister Konrad Meier über den neuen Planungsstab.

Die Mitglieder des Kernteams wurden von den Fraktionssprechern und der Feuerwehr eingesetzt. Die Feuerwehr wird mit den beiden Kommandanten Stefan Kalb und Jörg Fischbach, sowie den beiden Vorsitzenden Josef Baldauf und Andreas Igl vertreten. Aus dem Rathaus nehmen Bürgermeister Konrad Meier (CSU) sowie sein Stellvertreter Martin Tischler (FW) teil. Der Marktrat schickt Matthias Beer (CSU) und Georg Fromm (UB) in das Gremium. Darüber hinaus haben die Fraktionssprecher ihre Hilfe angeboten und werden je nach Bedarf hinzugezogen. Die Gruppe versteht sich selbst als Planungs- und Arbeitsgremium: „Wir werden das meiste selbst erarbeiten müssen. Von Auszugsplänen aus dem Schlossergelände, über Investitionsalternativen bis hin Planungsdetails muss das ausgearbeitet werden, was dem Marktrat zur Entscheidung vorgelegt wird“, so Baureferent Georg Fromm.

Zweiter Feuerwehrvorsitzender Andreas Igl beschreibt die nächsten Schritte: „Wir müssen zunächst eine kooperative Arbeitsatmosphäre schaffen, Aufgabenpakete identifizieren und die notwendige Schritte einleiten. Nur so ist ein qualitativer Planungsablauf möglich. Es wird jede Menge Arbeit für die Mitglieder anstehen.“

Referent für Öffentlichkeitsarbeit Matthias Beer ergänzt: „Es ist wichtig, dass die Marktgemeinde handlungsfähig ist und nicht im Trüben stochert oder wieder in Endlosschleifen hängt. Dazu wird von uns priorisiert die Ausschreibung eines Fachplaners vorzubereiten sein. Weiterhin brauchen wir Maßnahmen, um die Bevölkerung transparent in das Projekt einzubinden.“

Kommandant Stefan Kalb zeigte sich nach der Gründung erleichtert: „Es kann nun strukturiert und Schritt für Schritt gearbeitet werden. Dabei geht Qualität der Planung vor Schnelligkeit, aber zumindest haben wir nun das richtige Team zur Seite.“

Der Neubau wird notwendig, da laut einem Kurzgutachten das bestehende Gebäude ein „feuerwehrtechnischer Totalschaden“ ist. Von knapp 80 gesetzlichen Prüfpunkten erfüllt die Einrichtung gerade mal acht. Die restlichen Punkte sind zum Teil „reparable Schäden“ wie zum Beispiel das Fehlen einer Absauganlage oder fehlende Umkleideräume - teilweise aber auch Mängel, die selbst mit einer Renovierung nicht mehr zu beheben wären, wie zum Beispiel zu kleine Stellflächen oder gefährliche Wegekreuzungen von ausrückenden Fahrzeugen und einrückenden Feuerwehrlern. Zudem würde eine Renovierung nicht gefördert werden. Bei einem Neubau ist eine Förderung von bis zu 500.000 Euro möglich.


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