01.06.2018, 13:57 Uhr

Jetzt wird getestet Welche Bekleidung sollen die bayerischen „Fahrrad-Cops“ künftig tragen?

Innenminister Joachim Herrmann betont im Rahmen eines Pressetermins zum Einsatz von E-Bikes beim Bayerischen Roten Kreuz und der Polizei: „Unsere Dienstfahrräder haben sich außerordentlich bewährt und sind hervorragend für Einsatzzwecke geeignet“. (Foto: Kirsten Frädrich)Innenminister Joachim Herrmann betont im Rahmen eines Pressetermins zum Einsatz von E-Bikes beim Bayerischen Roten Kreuz und der Polizei: „Unsere Dienstfahrräder haben sich außerordentlich bewährt und sind hervorragend für Einsatzzwecke geeignet“. (Foto: Kirsten Frädrich)

Einsatzmittel „Fahrrad“ bei Polizei und Bayerischem Roten Kreuz (BRK) – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der Bezirksbereitschaftsleiter des BRK-Bezirksverbands Ober /Mittelfranken, Johannes Stegmann, sind sich einig: „Unsere Dienstfahrräder haben sich außerordentlich bewährt und sind hervorragend für Einsatzzwecke geeignet.“

BAYERN Das haben Herrmann und Stegmann heute in Erlangen bei der Vorstellung der praktischen Erfahrungen mit Dienstfahrrädern deutlich gemacht. Deshalb sollen bei der Bayerischen Polizei und beim BRK in Zukunft verstärkt Zweiräder genutzt werden. Die Bayerische Polizei und die BRK-Bereitschaften in Ober- und Mittelfranken setzen auch auf leistungsfähige E-Bikes. Aktuell hat beispielsweise das Polizeipräsidium Mittelfranken für die Polizeiinspektion Erlangen neue E Bikes angeschafft, um sie im Dienstalltag zu testen.

Laut Herrmann verfügt die Bayerische Polizei derzeit bayernweit über rund 800 Diensträder. „Vor allem im städtischen Bereich, wo bei stockendem Verkehr das Fahrrad schneller und wendiger als ein Pkw ist, oder in Grün- und Parkanlagen haben wir ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht“, so der Minister. „Außerdem haben unsere ‚Fahrrad-Cops‘ eine besondere Nähe zu unseren Bürgerinnen und Bürgern und leisten wertvolle Präventionsarbeit. Sie vereinen die Vorteile einer jederzeit ansprechbaren Fußstreife mit der umweltfreundlichen Mobilität des Zweirads.“ Unter anderem geht es Herrmann darum, durch gezielte Kontrollen Fahrradfahrer auf gefährliches Fehlverhalten oder Mängel an ihren Rädern hinzuweisen. Neben der Überwachung des Straßenverkehrs können Fahrradstreifen nach Herrmanns Worten zum Beispiel auch zur Bekämpfung der Straßenkriminalität nützlich sein.

Für die BRK-Bereitschaften in Ober- und Mittelfranken sieht Bezirksbereitschaftsleiter Johannes Stegmann vor allem die Fähigkeit, schnell und auch abseits befestigter Wege Hilfe zu leisten, wo dies erforderlich ist, als großen Einsatzmehrwert. „Das Einsatzspektrum unserer E-Mountainbikes reicht von der sanitätsdienstlichen Betreuung bei Großveranstaltungen über die Begleitung von Sport- und Laufveranstaltungen bis hin zur Unterstützung bei Vermisstensuchen in unwegsamem Gelände. Unsere Erstversorgungsteams führen auf ihren Einsatzrädern alle notwendige Ausrüstung zur notfallmedizinischen Erstversorgung von Patienten mit sich und schließen hier eine Lücke zum motorisierten Rettungs- und Sanitätsdienst“, so Stegmann. Auch werden durch die elektrische Unterstützung beim Radfahren die Kräfte der Rotkreuzhelfer geschont, was wiederum der Versorgung des Hilfebedürftigen zu Gute käme.

Wie der bayerische Innenminister abschließend deutlich machte, wird der Bayerischen Polizei neben modernen dienstlichen Fahrrädern und E Bikes auch eine neue hochfunktionale Fahrradbekleidung zur Verfügung gestellt werden. „Deshalb haben wir im April dieses Jahres einen rund sechsmonatigen Trageversuch mit Einsatzbekleidungskonzepten von Fahrradstreifen anderer Polizeien gestartet“, so Herrmann. Zwölf Beamtinnen und Beamte testen bis Ende Oktober 2018 in Erlangen, München und Passau verschiedene Trikots, Fahrradhosen, Softshell-Jacken und Helme. Die Kleidungsstücke stammen aus den Ausrüstungskonzepten der österreichischen, der baden-württembergischen und der nordrhein-westfälischen Polizei und werden ausgiebig auf Funktionalität, Atmungsaktivität, Witterungsbeständigkeit, Sichtbarkeit und praktische Aspekte geprüft. „Wir wollen herausfinden, welche Zusammenstellung sich letztendlich am besten bewährt und in welchen Bereichen noch Anpassungsbedarf besteht“, erklärte der Minister. „Die Beamtinnen und Beamten, die die Fahrradbekleidung später tragen sollen, können aktiv mitentscheiden, welche neue Einsatzbekleidung angeschafft wird.“


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