21.05.2018, 12:21 Uhr

Zu viel Alkoho Betrunkene Radfahrer gehen der Polizei ins Netz

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Bei den meisten Fahrradfahrern hat sich inzwischen herumgesprochen, dass spätestens mit 1,6 Promille auch der Führerschein weg ist, wenn man auf dem Fahrrad erwischt wird. Dennoch gingen den Kontrollbeamten in Regensburg innerhalb von kurzer Zeit drei Fahrradfahrer ins Netz.

REGENSBURG Am Pfingstsonntag, 20. Mai, gegen 22.30 Uhr, fiel einer Streifenbesatzung der PI Nord in der Amberger Straße ein Fahrradfahrer auf, weil er mitten auf der Fahrbahn und dazu ohne Licht fuhr. Die Beamten unterzogen ihn einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Hierbei zeigte der über 50-jährige, deutsche Staatsangehörige deutliche Anzeichen übermäßigen Alkoholkonsums. Bei einem Atemalkoholtest erzielte er über 2,6 Promille. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und ein Arzt führte eine Blutentnahme durch. Danach wurde der Mann entlassen.

Kurz darauf, gegen 22.50 Uhr, ereilte einen 18-jährigen afghanischen Staatsangehörigen in Dultnähe ein ähnliches Schicksal. Jedoch war dieser Radfahrer auf dem Pfaffensteiner Steg aufgrund seiner Alkoholisierung fast vom Fahrrad gefallen, wodurch der den Beamten aufgefallen war. Mit 1,7 Promille war er zwar deutlich weniger alkoholisiert und trotzdem noch weniger fahrtüchtig als sein Vorgänger. Auch er wurde nach Blutentnahme entlassen.

Auf die Spitze jedoch trieb es ein 25-jähriger Deutscher aus dem Landkreis München, der ebenfalls auf dem Pfaffensteiner Steg mit seinem Fahrrad kontrolliert worden war. Nachdem der Alkotest ebenfalls knapp 1,7 Promille ergeben hatte und er folglich wegen seiner Trunkenheitsfahrt als Beschuldigter belehrt worden war, suchte er sein Heil in der Flucht und rannte unvermittelt davon. Er kollidierte jedoch mit einem weiteren Polizeibeamten, der sich in der Nähe aufgehalten hatte und ihm dem Weg versperrte. Bei der Kollision und der nachfolgenden Rangelei entstand an der persönlichen Ausrüstung des Polizeibeamten erheblicher Sachschaden. Der Flüchtige wurde überwältigt und gefesselt. Auch er wurde nach Blutentnahme entlassen. Ihn erwarten nun jedoch, möglicherweise weitreichendere Konsequenzen, als nur ein Fahrverbot.


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