07.05.2018, 15:20 Uhr

Seit 1990 im Justizdienst Studium in Regensburg – Dr. Thomas Dickert neuer Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg

(Foto: Oberlandesgericht Nürnberg)(Foto: Oberlandesgericht Nürnberg)

Der bayerische Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hat Dr. Thomas Dickert am Montag, 7. Mai, in sein Amt als neuer Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg eingeführt. Gleichzeit wurde der bisherige Präsident, Dr. Christoph Strötz, verabschiedet.

REGENSBURG/NÜRNBERG Dr. Dickert (59 Jahre) trat am 1. August 1990 in den Justizdienst ein. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Das Studium der Rechtswissenschaften und das Referendariat absolvierte er jeweils in Regensburg. Nach seiner ersten Verwendung im Staatsministerium der Justiz im Bereich der Strafrechtsabteilung war Dr. Dickert zwischen 1992 und 1994 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt sowie als Richter am Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm tätig. Ab dem 1. September 1994 wurde er erneut in das Justizministerium berufen, wo er bis 1998 als Mitarbeiter in verschiedenen Referaten der Personalabteilung tätig war. Nach einer etwa einjährigen Tätigkeit am Oberlandesgericht München als Mitglied eines Zivilsenats wechselte Dr. Dickert zum Oktober 1999 erneut in das Justizministerium und übte dort ab 2001 das Amt eines Ministerialrats in der Personalabteilung aus. Mit Wirkung vom 1. November 2006 wurde er zum Präsidenten des Landgerichts Ingolstadt ernannt. Zum 1. Dezember 2008 wechselte Dr. Dickert wiederum in das Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Dort leitete er zunächst die neu eingerichtete Abteilung „Verbraucherschutz und Grundsatzfragen“. Ab 1. Oktober 2011 leitete er die Abteilung für „Haushalt und Bau, Organisation, IT, Gebäudesicherheit, Kosten- und Kassenwesen sowie Geschäftsstatistik“. Seit 1. April 2018 ist er der Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg.

Dr. Strötz war seit 1980 in den verschiedensten Funktionen für die bayerische Justiz tätig. Neben mehrjährigen Verwendungen als Staatsanwalt und Richter – unter anderem an einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts München – führte ihn sein Weg immer wieder in das Staatsministerium der Justiz, wo er von 1996 bis 2005 Referent und stellvertretender Leiter der Strafrechtsabteilung war. Von 2005 bis Frühjahr 2015 – also zehn Jahren lang – leitete Herr Dr. Strötz als Generalstaatsanwalt die Generalstaatsanwaltschaft München. Vom 1. März 2015 bis 31. März 2018 war er Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg. Am 1. April 2018 trat Dr. Strötz in den Ruhestand ein.

Als Präsident des zweitgrößten Oberlandesgerichts in Bayern wird Dr. Dickert zukünftig für fünf Landgerichte und siebzehn Amtsgerichte zuständig sein. Im Einzugsbereich des Oberlandesgerichts Nürnberg leben mehr als drei Millionen Einwohner. Seine räumliche Zuständigkeit umfasst die gesamten Regierungsbezirke Mittelfranken und Oberpfalz sowie zwei Amtsgerichtsbezirke aus Niederbayern (Kelheim und Straubing) mit insgesamt 497 Gemeinden, 16 Landkreisen und neun kreisfreien Städten. In Ost-West-Richtung reicht der Oberlandesgerichtsbezirk von der Grenze nach Tschechien bis zur Landesgrenze nach Baden-Württemberg. Im Norden und Nordwesten grenzt er an die Regierungsbezirke Ober- und Unterfranken, im Süden und Südosten an die Regierungsbezirke Oberbayern und Niederbayern.


0 Kommentare