30.04.2018, 08:54 Uhr

Kostenlose Beratung Ludwig Gradl und Georg Jehl wissen, wie man Einbrecher wirksam abschreckt

Ludwig Gradl und Georg Jehl von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle geben Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann. (Foto: Ursula Hildebrand)Ludwig Gradl und Georg Jehl von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle geben Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann. (Foto: Ursula Hildebrand)

Für viele Betroffene ist ein Einbruch in die eigenen vier Wände ein einschneidendes Erlebnis. Auch, wenn der Beuteschaden gering ist, ist das Wissen, dass ein Fremder in den privaten Dingen gewühlt hat, keine schöne Vorstellung. Ludwig Gradl und Georg Jehl von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle geben Tipps, wie man sein Eigentum vor Einbrechern wirksam schützen kann.

REGENSBURG Im Jahr 2017 hatte es die Polizei in der Oberpfalz mit 392 Einbrüchen und Einbruchsversuchen zu tun. Das waren stolze 238 weniger als im Jahr 2016. Diese Entwicklung führen Gradl und Jehl auch auf die Präventionsarbeit zurück. Immer mehr Menschen informieren sich und versuchen, ihr Eigentum zu schützen. Auch am Tatort gesicherte Spuren führten vermehrt dazu, dass Taten geklärt werden können – das wissen auch die Täter! Zudem gilt seit Juli 2017 der Ein- oder Aufbruch als „besonders schwerer Fall des Diebstahls“, der mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und mehr geahndet wird. Auch diese Verschärfung des Strafmaßes schrecke ab, so Jehl.

In der Oberpfalz gibt es drei Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen – in Regensburg, Amberg und Weiden. Gradl und Jehl sitzen in Regensburg und sind für Stadt und Landkreis Regensburg sowie für die Landkreise Neumark und Cham zuständig. Ihre Aufgabe ist es, in Vor-Ort-Terminen Bürger zu beraten, wie sie ihr Haus, ihre Wohnung oder auch ihre Gewerbeimmobilie richtig gegen Einbrecher sichern können.

Gradl und Jehl empfehlen immer zunächst die mechanische Sicherung. Fenster und Türen, die für mögliche Täter einfach zu erreichen sind, sollten nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Einbruchhemmende Technik macht es den Tätern schwerer, in ein Gebäude zu gelangen. Denn: Je mehr Werkzeug ein Täter braucht, je länger die Zeitspanne ist, bis er ins Gebäude gelangt, umso schneller lässt er sich abschrecken und verschwindet unverrichteter Dinge wieder.

Wichtig sei auch, an Schwachstellen zu denken, die im ersten Moment nicht auffallen – Kellerschächte sind solche Schwachstellen. Doch auch diese kann man relativ einfach mechanisch sichern. Zur Nachrüstung oder dem Austausch der Fenster und Türen kann dann auch eine Alarmanlage hilfreich sein. Auch dazu beraten Gradl und Jehl – neutral, wie sie sagen, denn sie wollen nichts verkaufen. Sie empfehlen lediglich die Listen des Bayerischen Landeskriminalamtes. Diese führen Firmen, die entsprechend zertifiziert sind.

Eines wollen Gradl und Jehl nicht vergessen – den Zeugen, der eine verdächtige Beobachtung macht und diese an die Polizei meldet! Dies sei „sehr, sehr wichtig“. Niemand sollte sich hier scheuen – die 110 sei hier die richtige Wahl!

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Regensburg ist unter den Telefonnummern 0941/ 5062775 oder 0941/ 50-2776 erreichbar.


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