19.04.2018, 11:46 Uhr

Blitzmarathon Mit 145 Sachen über die B16 gerauscht – trotz Vorwarnung!

Blitzmarathon auch in der Oberpfalz. Foto: Polizeipräsidium (Foto: Polizeipräsidium)Blitzmarathon auch in der Oberpfalz. Foto: Polizeipräsidium (Foto: Polizeipräsidium)

In der Zeit von Mittwochmorgen, 18. April, um 6 Uhr bis Donnerstagmorgen, 6 Uhr, stand die Verkehrssicherheitsarbeit im besonderen Focus der Oberpfälzer Polizei. Mit über 190 Einsatzkräften aus der Oberpfalz, die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Bayerischen Bereitschaftspolizei erhielten, galt es, Verkehrsteilnehmer für das Thema Geschwindigkeit zu sensibilisieren und Verstöße zu ahnden.

REGENSBURG Geschwindigkeitsüberwachung ist ein wichtiges Thema im Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Im Vordergrund standen in den 24 Stunden des Blitzmarathons die Gespräche mit den Verkehrsteilnehmern. Erläutert wurde dabei auch, dass nicht nur Geschwindigkeitsbeschränkungen, sondern auch örtliche oder situative Gegebenheiten sowie die individuellen Fähigkeiten der Verkehrsteilnehmer Einfluss auf die Wahl der gefahrenen Geschwindigkeiten haben sollen.

In Bayern, aber auch in der Oberpfalz zeigt sich seit Jahren nicht angepasste Geschwindigkeit als eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang oder Unfälle mit schwer verletzten Personen. Diese Tatsache gilt es den Verkehrsteilnehmern immer wieder vor Augen zu führen. Durch wiederkehrende, auch öffentlichkeitswirksame Aktionen, erhofft man sich dabei auf Seiten der Polizei eine dauerhafte Einstellungs- und Verhaltensänderung. Geschwindigkeitsverstöße stellen Verletzungen von Rechtsnormen dar, die zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer aufgestellt wurden. Diese Regeln sollen auf unseren stark frequentierten Straßen ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewährleisten und zudem einen weitgehend reibungslosen Verkehrsfluss ermöglichen. Leider zeigt sich aber auch immer wieder, dass Regeln häufig nur dann eigehalten werden, wenn sie auch überwacht werden.

Die Verkehrsstatistik für das Jahr 2017 weist in der Oberpfalz 974 Geschwindigkeitsunfälle aus, bei denen 565 Personen verletzt wurden und 15 Verkehrsteilnehmer ihr Leben verloren.

Auch wenn die Zahl der durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursachten Unfälle den zweit-niedrigsten Wert im Langzeitvergleich darstellt, bleibt das Thema Unfallursache Geschwindigkeit weit oben bei den Bemühungen um die Sicherheit im Straßenverkehr.

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeiten haben erhebliche Auswirkungen auf Brems- und Anhaltewege. Im Falle von Gefahrensituationen verlängert sich der Weg bis zum Stillstand des Fahrzeuges, bereits bei einer um wenige Stundenkilometer höheren Geschwindigkeit, exponentiell.

Bilanz Blitzmarathon: Bilanziert man die gesamten 24 Einsatzstunden, so bedeutet dies für den Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz, dass 440 Kraftfahrzeuglenker von Einseitensensor, Laser-Messgerät und Multanova Radargerät erfasst, gemessen und beanstandet wurden bzw. eine Ahndung zu erwarten haben und damit um 13 mehr als im Vorjahr. Dies bei einem Gesamtdurchlauf von 10.413 gemessenen Fahrzeugen.

Auf die zu schnellen Verkehrsteilnehmer kamen oder kommen, je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung gestaffelt, Verwarnungsgelder oder Anzeigen mit Punkten und gegebenenfalls Fahrverboten zu.

Den traurigen Höchstwert in der Oberpfalz erreichte am Mittwochabend, gegen 20:50 Uhr ein Skoda mit Regensburger Zulassung auf der B 16 im Gemeindebereich Nittenau bei erlaubten 100 mit 150 km/h. Nach Abzug der gesetzlich vorgeschriebenen Toleranz von 5 verbleiben immer noch 145 km/h, die dem Fahrer vorgeworfen werden. Der Fahrzeuglenker hat nun mit einem Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot zu rechnen. Auch andere wichtige Themen der Verkehrssicherheit verloren die Beamten nicht aus den Augen und beanstandeten Fahrzeuglenker auch wegen anderer Verstöße. So sahen sich die Verkehrsteilnehmer in insgesamt 49 Fällen mit Ahndungen wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte oder benutzter Mobiltelefone während der Fahrt konfrontiert. Darüber hinaus gab es mehrere Beanstandungen hinsichtlich des Fahrpersonalgesetzes.