13.04.2018, 08:29 Uhr

Landsleute gehen aufeinander los Passanten schildern erneut brutalen Übergriff auf dem Kassiansplatz

Die drei Angreifer sollen aus Asylbewerberunterkünften in Regensburg stammen.Die drei Angreifer sollen aus Asylbewerberunterkünften in Regensburg stammen.

Völlig aus dem Nichts heraus stach ein Asylbewerber einen Passanten in den Rücken. Erinnert fühlte sich mancher Passant am Donnerstagabend, 12. April, gegen 18.30 Uhr genau an diese Bluttat.

REGENSBURG Brutaler Übergriff, drei gegen einen: Was Passanten am Donnerstagabend, 18.30 Uhr, am Regensburger Kassiansplatz erlebten, ist einfach nur noch krass. Offenbar kam es zum Streit zwischen drei Iranern und einem anderen Landsmann. Zeugen berichten dem Wochenblatt, dass es wohl auf Persisch zu einem Wortgefecht gekommen sein soll. Die Stadt muss zu diesem Zeitpunkt rappelvoll gewesen sein, zahlreiche Passanten erlebten also den Streit, der schließlich laut einem Zeugen in einer massiven Handgreiflichkeit ausartete.

Ein Passant griff schließlich ein, um den Angegriffenen, dem drei seiner Landsleute gegenüber standen, zu helfen. Der Mann wurde selbst verletzt am Oberarm. Offenbar war es einem der drei Angreifenden gelungen, eine Flasche zu zertrümmern. Er soll mit den Glasscherben auf den Angegriffenen sowie dem Passanten losgegangen sein, der eingegriffen hatte. „Die alarmierte Polizei kam mit zahlreichen Streifenwagen“, schildert uns der Betroffene und Verletzte, der selbst eingegriffen hatte. „Die Gewalt, die sich hier in kurzer Zeit entladen hatte, fand ich extrem und außerordentlich schockierend“, so der Mann, der gleichzeitig Fotos machte und diese der Polizei zur Verfügung stellte. Damit sei intern gefahndet worden, sagte der Zeuge dieser Zeitung. Bislang hat sich die Polizei noch nicht zu dem Vorgang geäußert. Sollte sie den Vorfall in ihrem täglichen Polizeibericht thematisieren, werden wir natürlich auch darüber berichten.

Derzeit sorgen Angriffe mit Messern in ganz Deutschland für Aufsehen. Gestern erstach ein 33-jähriger Migrant seine deutsche Ehefrau und ihr einjähriges Kind am Hamburger Jungfernstieg. Der Täter vom Kassiansplatz, der unvermittelt einen völlig fremden 28-Jährigen niedergestochen hatte, ist zwischenzeitlich von einem Gericht verurteilt worden. Die Richter ordneten eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung an.