06.04.2018, 16:11 Uhr

Alarm Großeinsatz in der Asylbewerberunterkunft – junger Mann verschanzt sich


In einer Asylbewerberunterkunft in der Dieselstraße ist es am Freitagnachmittag zu einem Großeinsatz gekommen. Ein junger Mann hat sich dort verschanzt.

REGENSBURG Großalarm in der Asylbewerberunterkunft in der Dieselstraße in Regensburg! Seit Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr läuft ein Einsatz, weil sich ein junger Mann verschanzt hat. Dem Vernehmen nach ist der junge Mann mit einem Messer bewaffnet. Zumindest wurde der junge Mann nach Angaben von Polizeisprecher Albert Brückdabei beobachtet, dass er mit einem Messer hantiert hatte. Offenbar geht die Polizei derzeit davon aus, dass keine Gefahr besteht für andere Bewohner der Unterkunft. „Wir haben die umliegenden Zimmer geräumt“, sagte Brück auf Anfrage dieser Zeitung. „Bisher können wir nur sagen, dass der Mann augenscheinlich sehr jung aussieht.“

Bei dem jungen Mann handelt es sich laut Berichterstattern vor Ort um einen 16 Jahre alten Flüchtling. Offenbar sollte er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden, das wollte er offenbar verhindern. Doch all dies möchte Brück noch nicht bestätigen. „Wir haben zwar erste Erkenntnisse, aber die sind noch nicht gesichert“, so der Sprecher.

Die Polizei hat das Areal großräumig abgesperrt, etwa 230 Personen leben in der Asylbewerberunterkunft. Derzeit versucht ein Dolmetscher offenbar, auf den jungen Mann, dessen Herkunft noch unbekannt ist, einzureden, aufzugeben und sich nicht selbst zu verletzten. Reporter sind vor Ort und berichten. Sie schildern uns, dass die Polizei mit einem Sondereinsatzkommando (SEK) vor Ort ist. Auch Brück bestätigt das: „Der junge Mann hat sich in seinem Zimmer verbarrikadiert und es sind Spezialisten vor Ort, die versuchen, ihn dazu zu bringen, die Türe aufzusperren.“ Derzeit versuchten die Spezialisten, mit dem jungen Mann in Kontakt zu treten und ihn zur Aufgabe zu bewegen.