15.02.2018, 12:54 Uhr

Unfall Fahrer wurde bewusstlos – 105.000 Euro Schaden auf der A3

Weiterer Unfall auf der A3 (Foto: Auer)Weiterer Unfall auf der A3 (Foto: Auer)

105.000 Euro Sachschaden verursachte ein 62-jähriger Lastwagenfahrer, der laut Polizei plötzlich bewusstlos wurde. Ein zweiter Unfall ereignete sich, weil ein 40-jähriger Lastwagenfahrer von seinem Handy abgelenkt war.

REGENSBURG Beim schweren Verkehrsunfall auf der A3 am Mittwochmorgen, 14. Februar, zwischen den Anschlussstellen Wörth/Wiesent und Rosenhof wird laut Verkehrspolizei von einer plötzlichen Erkrankung des 62-jährigen ungarischen Fahrers ausgegangen als er die Beherrschung über sein Fahrzeug verlor und nach rechts von der Fahrbahn abkam. Seine Verletzungen stellten sich glücklicherweise als nicht so schwer heraus. Der entstandene Gesamtsachschaden beläuft sich jedoch auf ca. 105.000 Euro.

Beim Folgeunfall in gleicher Fahrtrichtung gegen 9.50 Uhr, bei dem ein Sprinterfahrer am Stauende auf einen vorausfahrenden langsam rollenden Tieflader auffuhr und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen werden musste, dürfte die Unfallursache definitiv die Ablenkung des 40-jährigen rumänischen Kraftfahrer durch sein Handy gewesen sein. Auch während der Bergung durch die Rettungskräfte hielt der Schwerverletzte sein Handy noch in der Hand auf dem zweifelsfrei ein Film ablief. Bei dem transportierten Gefahrgut des Sprinters handelte es sich um Seitenairbags die von Rumänien nach Großbritannien transportiert werden sollten. Diese wurden unter Aufsicht der Spezialisten der Verkehrspolizei Regensburg sorgfältig in Boxen verladen und von einer Spezialfirma abtransportiert.

Zwei sogenannte „Gaffer“ wurden von den Einsatzkräften unmittelbar nach der ersten Unfallstelle angehalten und beanstandet. Ein ungarischer Chauffeur mit Gefahrgut unterwegs rollte an der Unfallstelle bei dem umgekippten Sattelzug vorbei und filmte bzw. fotografierte dies während seiner Fahrt. Als Ladung hatte er knapp 20 Tonnen Farbe, Lösungsmittel und ätzende Stoffe an Bord. Bei der anschließenden Kontrolle konnten Verstöße nach dem Gefahrgutrecht für den Chauffeur und seinem Unternehmer bzw. das verbotswidrige Benutzen seines Handys beanstandet werden. Insgesamt dürften hier Bußgelder in Höhe von ca. 1100 € für beide ankommen. Auch ein rumänischer Sattelzugfahrer wurde angehalten, da er beim Vorbeifahren sein Handy in der Hand hielt und Bilder vom Unfallort machen wollte. Dieser Lkw-Fahrer musste an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung in Höhe von 128,50 Euro auf den polizeilichen Card-Cash überweisen.

Die Rettungsgasse funktionierte bei diesen Unfällen ebenfalls wieder nicht optimal. Anfahrende schwere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren und der Autobahnmeisterei Kirchroth hatten wieder Probleme an ihre Einsatzorte zu kommen. Verkehrsteilnehmer sollten Bedenken, umso eher diese Fahrzeuge an die Einsatzstellen gelangen, umso schneller kann die Autobahn wieder geräumt und für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden. Außerdem zählt jede Minute bei der Rettung von Verletzten. Auch wäre zu bedenken, jeder Verkehrsteilnehmer selbst oder auch Angehörige könnten unter den Verletzten sein, die schnelle Hilfe von Rettungsdiensten benötigen.

Die Stauungen auf der A 3 lösten sich erst am späten Nachmittag nach Bergung des umgestürzten Sattelzuges wieder auf.


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