07.02.2018, 18:57 Uhr

Sicherheitslage Wieder ein brutaler Übergriff in den Arcaden – diesmal auf den Sicherheitsdienst

Die Regensburg Arcaden. (Foto: Regensburg Arcaden)Die Regensburg Arcaden. (Foto: Regensburg Arcaden)

Ein Sicherheitsmann wurde von einem wohnsitzlosen, deutschen 22-Jährigen verprügelt, nachdem der ihn aufgefordert hatte, die Füße von einer Sitzbank zu nehmen. Nach dem brutalen Übergriff zweier Afghanen auf einen Polizisten ist das bereits die zweite brutale Tat innerhalb weniger Wochen. Die Polizei gab zum Vorfall übrigens erst auf Anfrage Informationen heraus.

REGENSBURG Die Regensburg Arcaden kommen derzeit nicht zur Ruhe. Offenbar gelingt es den Sicherheitsbehörden nicht, an einem neuralgischen Punkt der Stadt für Sicherheit und Ordnung zu Sorgen. Immerhin ist ein Einkaufszentrum ein Ort, an dem man in Ruhe seinen Besorgungen nachgehen möchte – doch das Areal um den Regensburger Bahnhof auf der einen Seite und vor dem Cinemaxx auf der anderen Seite entwickelt sich langsam zur No-Go-Area.

Offenbar hat die Polizei auch derzeit kein Interesse daran, dass dieser Brennpunkt weiter in den Schlagzeilen ist. Nur so lässt sich erklären, dass uns ein Leser – und nicht die zuständige Polizeiinspektion Süd – von diesem Vorfall berichtet.

Tatort: Arcaden, eine Bank in dem Einkaufszentrum. Ein 22-jähriger, wohnsitzloser Mann mit deutscher Nationalität legt sich auf eine Sitzbank. Es ist Montag, 29. Januar, späterer Nachmittag. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sieht den Mann, geht zu ihm hin, fordert ihn auf, seine Füße von der Bank zu nehmen. Andere Arcaden-Besucher wollen sich vielleicht auch noch setzen.

Was dann geschieht, darf doch eigentlich nicht sein am helllichten Tag mitten in einer Stadt wie Regensburg. Geschildert hat es uns ein Augenzeuge.

„Der Mann war etwa 1,75 Meter groß, hatte längere Haare und einen Bart, sah sehr ungepflegt aus“, berichtet ein Leser dem Wochenblatt. Er trug eine Jogginghose und wurde sofort aggressiv, als er von dem Sicherheitsdienst angesprochen wurde. „Der Mann rief ihm entgegen: Ich gebe Dir drei Sekunden Zeit, dann haue ich Dir eine in die Fresse!“ Schließlich sprang der Mann laut dem Augenzeugen auf und boxte mit der Faust mindestens zehnmal brutal auf den Sicherheitsdienst-Mitarbeiter ein. „Erst als sich Passanten einmischten, machte sich der Mann aus dem Staub“, so der Augenzeuge. Zuvor habe er noch wüste Bedrohungen abgesondert. Offenbar sei der Mann Richtung Bushaltestelle geflohen, doch dort wurde er von weiteren, hinzugeeilten Sicherheitsdienst-Mitarbeitern festgehalten. Die Polizei kam offenbar mit mehreren Einsatzfahrzeugen und nahm den Mann vorläufig fest.

Die Polizei bestätigte dem Wochenblatt auf Anfrage das Geschehene. Doch im Polizeibericht, der den Medien zur Verfügung gestellt wird, kam der Vorgang nicht vor.

Regensburg hat eine No-Go-Area am Bahnhof

Die Arcaden, vor allem aber das Areal außenrum sind schon seit Längerem eine Gegend, in die sich Frauen kaum mehr alleine trauen. Drogensüchtige und Alkoholiker mischen sich hier mit größeren Gruppen von nordafrikanischen Zuwanderern. Erst vor Kurzem kam es zu einem brutalen Übergriff, bei dem ein 26-jähriger Polizist von einem 17-jährigen Afghanen, der bereits einen Ablehnungsbescheid hat, auf dem Boden getreten wurde.


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