11.12.2017, 11:36 Uhr

Aktion beim DEZ Regensburger Polizei nimmt den Kampf gegen die Unfallflucht auf – „kein Kavalierdelikt“!


Im Jahr 2016 wurden in Regensburg 1.336 Unfallfluchten angezeigt – die meisten davon passieren im stehenden Verkehr, Stichwort „Parkrempler“! Hier will die Polizei nun verstärkt aufklären, denn „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“, so Hermann Hirsch, Sachbearbeiter Verkehr für das Stadtgebiet Regensburg.

REGENSBURG Nach Aktionen bei den Firmen Conrad und Metro war man nun vergangene Woche auf dem Parkplatz des Donau-Einkaufszentrums unterwegs. Thomas Zink, Geschäftsführer des DEZ, freute sich, dass die Polizei die Aktion auch auf dem Gelände des Einkaufszentrums durchführt. Bei 3.300 Parkplätzen und 20.000 Kunden am Tag komme es leider häufiger zu Parkremplern. „Und die Dunkelziffer ist sicher hoch“, so Zink. Seit Jahren arbeite man gut mit der Polizei und der Verkehrswacht zusammen, berichtete Zink. Die Sensibilisierung für solch ein Thema sei sehr wichtig, das DEZ stehe deshalb für solche Aktionen gerne zur Verfügung.

Hermann Hirsch betonte, dass die Unfallflucht ein „Massendelikt“ sei. Maßnahmen, wie zum Beispiel spezielle Schilder auf Parkplätzen werden oft nicht wahrgenommen, deshalb starte man vor Ort Aktionen, um mit den Autofahrern ins Gespräch zu kommen. Zudem werden Hinweiszettel verteilt. Die Aufklärungsquote liege bei rund 40 Prozent, sagt Hirsch, die Polizei ist hier auf die Bevölkerung angewiesen. Hirsch stellt auch klar, dass es nicht reicht, einen zettel an das Auto des Unfallgegners zu hängen. Zudem müsse sich der Unfallfahrer bei der Polizei melden. Einem Unfallflüchtigen droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Nachzulesen ist das im Paragraphen 142 des Strafgesetzbuches.

Josef Bachmeier von der Verkehrswacht stellte zudem klar: „Der Kavalier gibt sich zu erkennen“ Man wolle deshalb auf die Bevölkerung zugehen und aufklären, denn nicht immer sei ein größerer Schaden, der durch einen Parkrempler entstanden ist, gleich von außen zu erkennen. Schon der Anstand gebiete es also, sich bei solch einem Unfall zu melden!


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