29.11.2017, 09:55 Uhr

200 Cannabis-Pflanzen angebaut Dick im Geschäft – 53-Jähriger soll große Marihuana-Plantage betrieben haben

Zwei der drei Angeklagten sollen eine Marihuana-Plantage betrieben haben. Bei dem dritten Angeklagten soll das rauchfähig getrocknete Marihuana gelagert worden sein. (Foto: vb)Zwei der drei Angeklagten sollen eine Marihuana-Plantage betrieben haben. Bei dem dritten Angeklagten soll das rauchfähig getrocknete Marihuana gelagert worden sein. (Foto: vb)

Ein 53-jähriger Mann aus Rohr im Landkreis Kelheim muss sich vor dem Landgericht Regensburg verantworten, weil er eine Marihuana-Plantage mit knapp 200 Pflanzen betrieben und seine beiden Söhne zum Drogendealen missbraucht haben soll.

REGENSBURG/KELHEIM Von Januar bis März 2016 soll er seinem damals 16-jährigen Sohn immer wieder Marihuana zum Weiterverkauf gegeben haben. Der Junge soll das Marihuana zu einem Preis von zehn Euro pro Gramm an Kunden verkauft haben. Im Februar 2017 soll der Angeklagte einen Drogendeal mit einem Kunden vereinbart haben. Dieser sollte die gewünschte Ware – fünf Gramm Marihuana – angeblich anschließend in der Wohnung des 53-Jährigen abholen. Das Marihuana soll dem Kunden dort von dem zweiten, damals 15-jährigen Sohn des Angeklagten übergeben worden sein.

Gemeinsam mit einem zweiten Angeklagten soll der 53-Jährige außerdem eine Marihuana-Plantage in München betrieben haben. Sie wollten rauchfähiges Marihuana herstellen und dieses gewinnbringend weiterverkaufen, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Kinder angeblich nie zum Dealen missbraucht

Als die Plantage Ende Februar 2017 sichergestellt wurde, sollen sich in der Plantage 186 Cannabispflanzen sowie 106 Setzlinge befunden haben. Auch bereits getrocknetes und abgepacktes Marihuana soll gefunden worden sein. 518 Gramm bereits rauchfähiges Marihuana hatte der 53-jährige Angeklagte allem Anschein nach außerdem in der Wohnung eines dritten Angeklagten in Rohr gelagert.

Der 53-jährige Angeklagte, der sich in der Vergangenheit bereits wegen Trunkenheit im Verkehr, Diebstahls, Raubes, Besitzes von Betäubungsmitteln, Körperverletzung und einigen Delikten mehr vor Gericht verantworten musste, räumte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu einem großen Teil ein. Er stritt jedoch ab, seine beiden Söhne jemals in seine Geschäfte verwickelt zu haben. Auch die beiden anderen Angeklagten zeigten sich vor Gericht geständig. Der 28-jährige Angeklagte aus Rohr, in dessen Wohnung der 53-Jährige die 518 Gramm Marihuana gelagert hat, erzählte, das sie sich vor circa zehn Jahren im Kung-Fu-Training kennengelernt hatten und Freunde geworden waren. „Er ist ein sehr verantwortungsbewusster Mensch, der sich um die Leute kümmert“, beschrieb er den 53-Jährigen.

Für den Prozess sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird schon am Freitag, 1. Dezember, erwartet.


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