23.11.2017, 08:51 Uhr

Einsatz in der Nacht Leerstehendes Wohnhaus in Nittendorf stand in Flammen – war es Brandstiftung?

(Foto: Alexander Auer)(Foto: Alexander Auer)

Gegen 23.15 Uhr kam es am Mittwoch, 22. November, zu einem Brandausbruch in einem leerstehenden Wohnhaus in Nittendorf. Aufmerksame Anwohner konnten den Feuerschein trotz dichten Nebel (Sicht teilweise unter 30 Meter) von ihrem rund 200 Meter entfernten Wohnhaus erkennen.

NITTENDORF Rund 100 Feuerwehrkräfte aus Schönhofen, Eilsbrunn, Viehhausen, Eichhofen, Haugenried und Lappersdorf wurden an die nur schwer erreichbare Einsatzstelle alarmiert. Wie Kreisbrandmeister Sebastian Schmaus erklärt, war die Anfahrt der Kräfte nicht ganz ungefährlich. Angefrohrene, nasse Straßen und dichter Nebel erschwerten auch den anrückenden Feuerwehlern, schnell an das gemeldete Brandobjekt zu gelangen. Von der Straße aus nur schwer einsehbar, stand über einen nicht befahrbaren Trampelpfad das brennende Gebäude.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte gab es bereits meterhohe Flammen aus dem offenen Dachstuhl zu sehen. Kreisbrandmeister Schmaus beschreibt, dass die Kräfte rund 250 Meter über den Trampelpfad Schlauchleitungen verlegen und einen Stromerzeuger sowie Scheinwerfer zum Brandobjekt tragen mussten. Nach rund 25 Minuten konnten die ersten Strahlrohre gegen die Flammen eingesetzt werden. Die anstrengenden Löscharbeiten dauerten rund zwei Stunden.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Jedoch ist fahrlässige oder gar mutwillige Brandstiftung bei dem Objekt nicht auszuschließen. Strom gab es in dem alten Anwesen laut der Einsatzkräfte wohl schon seit Langem nicht mehr. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Schönhofen übernahm die Brandwache für die restlichen Nachtstunden. Mit einem Traktor konnte Ausrüstung der Feuerwehr, nachdem der Brand gelöscht war, zur Entlastung der Kräfte wieder zu den Löschfahrzeugen gefahren werden. Noch in der Nacht ist die Kriminalpolizei am Brandobjekt eingetroffen und hat weitere Ermittlungen übernommen.


0 Kommentare