29.10.2017, 17:44 Uhr

Weitere Notrufe Sturmtief mit orkanartigen Böen – rund 200 Einsätze in der Oberpfalz

(Foto:Alexander Auer)(Foto:Alexander Auer)

Nachdem es bis Sonntagmittag, 29. Oktober, bereits zu rund 150 unwetterbedingten Einsätzen gekommen war, sorgten die Ausläufer des Herbststurms „Herwart“ am Nachmittag für weitere Beschäftigung der Einsatzkräfte. Im Zeitraum von 12 bis 17 Uhr wurden in der Einsatzzentrale Oberpfalz knapp 50 weitere Einsätze registriert, die auf das Sturmtief zurückzuführen sind.

OBERPFALZ Beim Großteil der Einsätze handelte es sich nach wie vor um blockierte Fahrbahnen durch umgestürzte Bäume sowie um umgestürzte Bauzäune bzw. Absperrbaken, vereinzelt auch um heruntergerissene Stromkabel.

Bei einigen Gebäuden kam es durch die orkanartigen Böen auch zu Schäden an den Dächern. So zum Beispiel beim Landestormuseum/Drachenmuseum in Furth im Wald, wo einige Dachziegel weggeweht wurden. Bei der Malzfabrik in Sulzbach-Rosenberg drohte ein Teil des Wellblechdaches zu Boden zu stürzen und musste von der Feuerwehr gesichert werden. Im Landkreis Tirschenreuth stürzte zwischen Leonberg und Zirkenreuth auf der Kreisstraße TIR22 ein Baum um und fiel auf einen Pkw Opel Astra. Dabei hatte die Fahrerin Glück im Unglück, denn sie konnte unverletzt ihr Fahrzeug verlassen. Der Streckenabschnitt musste gesperrt werden, da die Gefahr bestand, dass weitere Bäume umstürzen. Bei Steinberg am See, Landkreis Schwandorf, wurde der Anhänger eines Pkw-Gespanns von einer Windböe erfasst und gegen einen entgegenkommenden Pkw gedrückt. Dessen Fahrer wurde dabei durch Glassplitter leicht verletzt. Im Stadtgebiet Regensburg wurde ein auf öffentlichem Verkehrsgrund abgestellter Pkw-Anhänger durch den Wind unter ein geparktes Fahrzeug geschoben. Gegen 15.30 Uhr stürzte bei Hohenwarth, Landkreis Cham, ein Baum auf die Bahngleise, sodass die einspurige Bahnstrecke Lam-Bad Kötzting bis zur Beseitigung des Hindernisses für etwa eine Stunde gesperrt werden musste. Durch starken Regen erreichte im Landkreis Neustadt an der Waldnaab die Heidenaab beim Pegel Pressath die Meldestufe 1, was stellenweise zu kleineren Ausuferungen in diesem Gewässerabschnitt führte.

Wie viel Unwetterschäden zeitgleich über die Notruf-Nummer 112 bei den Integrierten Leitstellen in Amberg, Regensburg und Weiden gemeldet wurden, ist bei der Polizei nicht bekannt.


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