25.10.2017, 16:35 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Amtsgericht Regensburg Drei Fotos der Toten erhalten: Wieso rief er nicht die Polizei?

Der 42-Jährige steht wegen des Mordes an seiner Frau vor Gericht. Per Whats-App soll er Fotos der Tat an den Freund seiner Frau versendet haben. (Foto:vb)Der 42-Jährige steht wegen des Mordes an seiner Frau vor Gericht. Per Whats-App soll er Fotos der Tat an den Freund seiner Frau versendet haben. (Foto:vb)

Weil sie eine Affäre mit einem anderen und deutlich jüngeren Mann gehabt haben soll, soll die 43-Jährige von ihrem Mann über mehrere Stunden hinweg zu Tode getreten und geprügelt worden sein. Nun steht nicht nur der Ehemann der Toten vor Gericht, sondern auch ihre angebliche Affäre.

REGENSBURG Der Vorfall ereignete sich in einer Nacht im Oktober 2016 im Osten Regensburgs. Eintreffende Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen.Seitdem befindet sich der heute 42-jährige Ehemann in Untersuchungshaft und steht seit vergangener Woche wegen Mordes vor dem Landgericht Regensburg.

Während sich der Angeklagte vor Gericht über die Tatnacht ausschweigt, ist es ausgerechnet ein weiterer Prozess, der am Donnerstag, 26. Oktober, vor dem Amtsgericht Regensburg stattfindet, der schockierende Details über die Tatnacht verrät. Auf der Anklagebank sitzt der 19-Jährige, mit dem das Opfer ihren Mann betrogen haben soll. Die Anklage der Staatsanwaltschaft verrät dabei mehr als schockierende Details aus der Tatnacht: Der 19-jährige Angeklagte soll in der besagten Nacht mit mehreren Freunden in der Stadt unterwegs gewesen sein und auch eine Disko besucht haben.

Bilder zeigten die blutverschmierte Frau

Kurz vor Mitternacht soll ihn die erste von insgesamt vier Nachrichten des 42-jährigen Angeklagten erreicht haben. Er soll der angeblichen Affäre seiner Frau mehrere Fotos, auf denen die 43-Jährige blutverschmiert und mit aufgeschwollenem Gesicht auf dem Boden liegt, geschickt haben. Außerdem soll er „Oh ich glaube sie stirbt grad“, in einer der Nachrichten geschrieben haben.

Obwohl der 19-Jährige auf jede der vier Nachrichten innerhalb von Minuten geantwortet haben soll, soll er die Polizei nicht informiert haben. Er steht deswegen wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht.


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