26.06.2019, 15:04 Uhr

Vermisstensuche 64-Jährige in letzter Minute gerettet

Auch per Hubschrauber wurd enach der Frau gesucht. (Foto: Polizei Bayern)Auch per Hubschrauber wurd enach der Frau gesucht. (Foto: Polizei Bayern)

Am 26. Juni kurz nach Mitternacht wurde die Polizeiinspektion Simbach von Angehörigen darüber informiert, dass sie ihre 64-jährige Ehefrau bzw. Mutter vermissen.

SIMBACH AM INN Sie hatte gegen 21 Uhr das Haus verlassen und irrte vermutlich seitdem hilflos umher. Bereits in der Nacht wurden umfangreiche Suchmaßnahmen in die Wege geleitet. Neben etwa 40 Einsatzkräften der Feuerwehren Erlach, Prienbach und Simbach wurde auch mit einem Hubschrauber und der Rettungshundestaffel Rottal-Inn, die mit 5 Hunden vor Ort waren, nach der Frau gesucht. Diese Suche wurde gegen 4.30 Uhr zunächst ergebnislos abgebrochen.

Gegen 7.30 Uhr wurde sie mit noch mehr Kräften wieder aufgenommen. So waren von den Feuerwehren Simbach, Erlach, Prienbach, Stubenberg, Kirchberg, Kirchdorf und Braunau etwa 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Feuerwehr Braunau setzte zur Suche eine Drohne ein. Dazu kamen noch Einsatzkräfte vom BRK und der Wasserwacht, welche den Inn und die Altwässer absuchten. Es kam auch wieder der Polizeihubschrauber, die Rettungshundestaffel mit 2 Hundeführer, weitere 7 waren auf Anfahrt, und 2 Hundeführer von der Passauer Polizei, sowie 7 Beamte der örtlichen Polizei. Des Weiteren wurde eine Einheit Bereitschaftspolizei mit 27 Beamten von der Abteilung in München, die eigentlich zu einem Grenzeinsatz eingeteilt gewesen wären, zur Vermisstensuche abgestellt.

2. Bürgermeister Thomas Klumbies von der Stadt Simbach erkundigte sich vor Ort nach dem Fortschritt der Suchmaßnahmen. Er versorgte die Einsatzkräfte bei den herrschenden tropischen Temperaturen mit gekühlten Getränken. Die weitere Versorgung übernahm dann das BRK. Trotz des großen Aufwandes von gleichzeitig bis zu 100 eingesetzten Suchkräften dauerte es bis gegen 11.30 Uhr, bis der Diensthundeführer aus Passau die Frau nahe des Pumpwerkes im Schilf verborgen, bereits halb im Wasser liegend und hilflos vorfand. Es verlegten sofort Kräfte von BRK, Polizei und Feuerwehr zum Fundort um die Frau zu bergen.

Sie wurde über den Inndamm auf die andere Seite getragen und vom herbeigerufenen Notarzt einer Erstuntersuchung unterzogen. Im Anschluss kam sie mit BRK ins Krankenhaus Braunau. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut.


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