05.06.2019, 16:06 Uhr

Treffen Reger Austausch zwischen Polizei und Rathauschefs

(Foto: Polizei)(Foto: Polizei)

Am 4. Juni kamen die Bürgermeister der neun Kommunen, die sich im Dienstbereich der Polizeiinspektion Simbach a. Inn befinden, zur Dienststelle. Eingeladen hatte hierzu der Dienststellenleiter, EPHK Stephan Goblirsch.

SIMBACH AM INN Die Einladung hatte einerseits zum Ziel, den bereits veröffentlichten Sicherheitsbericht und die Verkehrsunfall- und Verkehrsstatistik der PI Simbach a. Inn nochmals persönlich vorzustellen. EPHK Goblirsch wollte die Gelegenheit aber auch dazu nutzen, weitere aktuelle Themen zu besprechen und die bereits gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der Polizei zu vertiefen.

Die Polizeiinspektion Simbach a.Inn ist für die Stadt Simbach a. Inn, den Markt Tann sowie 7 weitere Gemeinden im südlichen Landkreis Rottal-Inn mit einer Fläche von 283,59 Quadratkilometer und über 30.500 Einwohnern zuständig und hat mit der Grenzlage zu Österreich noch zusätzliche Herausforderungen zu bewältigen.

Bei der Vorstellung des Sicherheitsberichtes durch EPHK Goblirsch und PHK Wimmer gab es überwiegend sehr Erfreuliches zu berichten: Auch wenn es z.B. bei der Gewaltkriminalität im Jahr 2018 Steigerungen gab, ist die Polizei Simbach doch stolz, dass z.B. bei den Statistiken zur Straßenkriminalität und bei der Diebstahlskriminalität im 10 - Jahres - Vergleich absolute Tiefststände vorgestellt werden konnten. Herr Willibald Galleitner, 1. Bürgermeister der Gemeinde Stubenberg, freute sich sehr, als er von EPHK Goblirsch eröffnet bekam, dass seine Gemeinde statistisch gesehen nicht nur die sicherste Gemeinde im Dienstbereich, sondern sogar im gesamten Landkreis Rottal-Inn ist. Aber auch für die anderen Gemeinden gab es nichts Besorgniserregendes zu berichten. Die etwas höhere Kriminalitätsbelastung in Simbach a.Inn und Kirchdorf a.Inn ist aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte absolut normal. Bei diesen beiden Gemeinden schlägt statistisch zusätzlich die Grenzlage zu Buche, da Aufgriffe bei den Grenzkontrollen ebenfalls tatörtlich zu den Gemeinden gezählt werden, in denen sich der Grenzübergang befindet.

Während der Vorstellung der Verkehrsunfall- und Verkehrsstatistik entbrannte eine Diskussion unter den Bürgermeistern hinsichtlich des Verhaltens der Bürger beim Vorbeifahren an Schulbussen, wenn sich diese mit Warnblinklicht gekennzeichneten Bushaltestellen nähern oder dort darin befinden, um Schüler ein- oder aussteigen zu lassen. Diesbezüglich brachten einige der Bürgermeister vor, dass sie selbst immer wieder feststellen, dass sich immer wieder Autofahrer nicht an die geltenden Vorschriften halten. Diese Information wurde von polizeilicher Seite aufgenommen. Aus diesem Grund wird die PI Simbach a. Inn nach den Pfingstferien im Rahmen der Schulwegsicherung wieder ein verstärktes Augenmerk auf die Situationen an den Bushaltestellen werfen.

In diesem Zusammenhang gilt:

Schulbusse und Linienbusse, die sich mit Warnblinklicht einer gekennzeichneten Bushaltestelle nähern dürfen nicht überholt werden. Befinden sich diese Busse in den Haltestellen oder Haltebuchten darf an ihnen - auch im Gegenverkehr - nur mit Schrittgeschwindigkeit, d.h. mit 4 - 7 km/h, vorbei gefahren werden. Generell sollte man als Autofahrer vom Gas gehen und sehr aufmerksam sein, wenn man an Schulkindern vorbei fährt. Auf Kinder und ältere Menschen ist schließlich im Straßenverkehr besonders Rücksicht zu nehmen. Allerdings ist hier aus dem Verkehrsunfallbericht auch anzuführen, dass es diesbezüglich im Dienstbereich zum Glück bislang keine entsprechenden Unfälle gegeben hat.

Die Bürgermeister wurden durch EPHK Goblirsch über weitere Themen, wie die Planungen zum Neubau der Polizeiinspektion, die Implementierung der Sicherheitswacht und die neuen Entwicklungen bei der Grenzpolizeigruppe informiert. Gelobt wurde die Polizei durch die Bürgermeister unisono für die gute und erfolgreiche Präventionsarbeit. Auch die Kontaktbeamten der Polizeiinspektion, die sich speziell um Belange in einzelnen Gemeinden kümmern, wurden als sehr hilfreiche und nützliche Einrichtung hervorgehoben. Bei der Vorstellung der neu eingerichteten Sicherheitswacht wurde seitens der Bürgermeister angeregt, zu prüfen, ob diese eventuell auch außerhalb des Stadtgebietes Simbach in den anderen Gemeinden eingesetzt werden kann. Die Sicherheitswacht wird als äußerst hilfreich angesehen, um die polizeiliche Arbeit zu unterstützen, den Bürgerkontakt zu stärken und das subjektive Sicherheitsgefühl zu heben. Zum Abschluss wurde vereinbart, dieses Zusammentreffen der Bürgermeister mit der Leitung der Polizeiinspektion Simbach a. Inn in diesem Rahmen nun jährlich abzuhalten.


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