15.02.2019, 09:05 Uhr

Dramatische Rettungsaktion Zwei Frauen brechen im Eis auf dem Rottauensee ein

Auf dem Rottauensee brachen zwei Frauen ins Eis ein. (Foto: Holger Becker)Auf dem Rottauensee brachen zwei Frauen ins Eis ein. (Foto: Holger Becker)

Am 14. Februar gegen 15.30 Uhr brachen am südlichen Ufer des Rottauensees in der Nähe des Bootshafens, zwei Frauen im Eis ein. Sie gingen dort am Uferweg mit ihren Hunden spazieren.

POSTMÜNSTER Nachdem einer der Hunde auf das Eis lief und dort einbrach, wollte ihn seine 72-jährige Besitzerin aus dem Gemeindebereich von Tann retten. Nachdem sie bereits mehrere Meter vom Ufer entfernt auf der Eisfläche war, brach auch sie ein. Ihre Begleiterin, eine 49-Jährige aus dem Gemeindebereich von Pfarrkirchen, eilte nun der Frau zur Hilfe. Sie brach jedoch auch ein. Der See ist im Bereich der Unglücksstelle ca. 1,50 bis 2 Meter tief. Eine Spaziergängerin hörte die Hilfeschreie der Frauen und setzte einen Notruf ab.

Zwei in der Nähe befindliche Spaziergänger, ein 19-Jähriger aus dem Gemeindebereich von Arnstorf, sowie ein 23-Jähriger aus dem Gemeindebereich von Schönau, konnten die 72-Jährige mit einem langen Ast aus dem Wasser ziehen. Die 49-Jährige wurde von der Wasserwacht geborgen. Der eingebrochene Hund kam alleine wieder aus dem Wasser und lief ans Ufer. Beide Frauen kamen mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus.

Im Einsatz waren das BRK mit mehreren Rettungsfahrzeugen, die FFW Postmünster und Neuhofen, die Wasserwachten aus Postmünster, Eggenfelden und Arnstorf sowie fünf Fahrzeuge der Polizei Pfarrkirchen und Eggenfelden. Ein alarmierter Polizeihubschrauber sowie ein Rettungshubschrauber kamen nicht mehr zum Einsatz, da die Frauen bereits geborgen waren. Die Besitzer des nahegelegenen Seehotels erklärten sich dankenswerter Weise bereit, die drei Hunde der Frauen vorübergehend aufzunehmen.

Dank der zwei Ersthelfer sowie dem raschen Eingreifen der Rettungskräfte ist der Vorfall nochmal glimpflich ausgegangen. Die Polizei warnt eindringlich davor, noch vorhandene Eisflächen zu betreten. Aufgrund der milden Temperaturen und der nicht tragfähigen Eisschicht ist dies absolut lebensgefährlich!


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