31.07.2018, 16:44 Uhr

IHK-Handelsatlas Pfarrkirchen, Eggenfelden und Simbach sind starkes Shopping-Trio in Rottal-Inn

Starkes Shopping-Trio in Rottal-Inn. (Foto: IHK Niederbayern)Starkes Shopping-Trio in Rottal-Inn. (Foto: IHK Niederbayern)

IHK-Handelsatlas zeigt Bedeutung von Pfarrkirchen, Eggenfelden und Simbach als Einkaufsorte.

ROTTAL-INN Die Niederbayern können mehr Geld ausgeben als je zuvor: Von 25,1 Milliarden allgemeiner Kaufkraft verbleiben im Kammerbezirk nach regelmäßigen Ausgaben wie Miete, Zinsen, Autorate oder dem „Sparschwein“ noch 7,6 Milliarden im Geldbeutel, die im Einzelhandel ausgegeben werden. Geht es nach einer der wichtigsten Kennzahlen für die Attraktivität einer Einkaufsstadt, der sogenannten „Zentralität“, dann liegt Pfarrkirchen dabei niederbayernweit an der Spitze. Das belegt der IHK-Handelsatlas, der jetzt online mit neuen Daten gefüttert wurde.

Eine Zentralitätskennziffer von 347,6 zeigt, dass in der Stadt Pfarrkirchen fast dreieinhalb mal so viel Umsatz im Einzelhandel gemacht wird, als eigentlich von der Kaufkraft der Einwohner her zu erwarten wäre – ein Durchschnittswert von 100 würde bedeuten, dass rechnerisch allein die Pfarrkirchener nur in Pfarrkirchen einkaufen würden. Die Kaufkraft pro Einwohner liegt zwar mit 6.617 Euro unter dem Deutschlandschnitt von 6.924 Euro. „Hingegen schafft es Pfarrkirchen aber, eine hohe Attraktivität nach außen wirken zu lassen – die Leute kommen also zum Shopping auch von außerhalb hierher“, erläutert Thomas Breinfalk, bei der IHK Niederbayern Branchenbetreuer für den Handel. Bei der Zentralität liege Pfarrkirchen daher auf Platz eins in Niederbayern und auf Platz neun aller rund 1.600 Städte über 10.000 Einwohnern in ganz Deutschland. Auch Eggenfelden und Simbach schaffen es, ihre Zentralitäten mit einem Wert von 190,6 beziehungsweise 155,4 hoch zu halten.

„Nur die Spitzenwerte zu vergleichen oder aus einzelnen Angaben gar ein Ranking zu erstellen, ist aber nicht sinnvoll“, betont Breinfalk. Die Zahlen müssten in einen größeren Zusammenhang gestellt und interpretiert werden. Das zeige beispielsweise der Blick über die Landkreisgrenze. Während der Landkreis Rottal-Inn es mit einer Zentralität von 105,9 noch in die Positiv-Zone schafft – hier zieht der Landkreis also mehr Kaufkraft an, als er abgeben muss – liegt der Index im Landkreis Passau unterhalb der 100. Nur: In Rottal-Inn fließen die Ergebnisse der drei starken Einkaufsstädte in den Wert des Landkreises ein, die Stadt Passau steht als kreisfreie Stadt jedoch für sich und zieht den Landkreis also nicht mit nach oben.

„Wir empfehlen den Unternehmern und kommunalen Entscheidungsträgern, immer das Gesamtbild aus den verschiedenen Handelskennzahlen ins Auge zu fassen“, meint Breinfalk. „Erfreulicherweise nutzen bereits viele unser Serviceangebot, sich zusätzlich zu den verfügbaren Daten mit uns auszutauschen.“ Online sind die Daten des IHK-Handelsatlas für ausgewählte Handelsstandorte verfügbar unter der Adresse: www.ihk-niederbayern.de/handelsatlas.


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