23.04.2018, 11:01 Uhr

Sicherheitsbericht Deutlicher Rückgang der Kriminalität im Landkreis

Im Bild (v. li.) Josef Frei, Michael Krickl, Landrat Michael Fahmüller, Polizeivizepräsident Anton Scherl, Stefanie Kronberger und Eva  Kremsreiter vom Landratsamt sowie Stephan Goblirsch. (Foto: Polizei)Im Bild (v. li.) Josef Frei, Michael Krickl, Landrat Michael Fahmüller, Polizeivizepräsident Anton Scherl, Stefanie Kronberger und Eva  Kremsreiter vom Landratsamt sowie Stephan Goblirsch. (Foto: Polizei)

Polizeivizepräsident Anton Scherl überreichte im Landratsamt den Sicherheitsbericht an Landrat Michael Fahmüller.

PFARRKIRCHEN Am Freitag, 20. April, überreichte Polizeivizepräsident Scherl beim jährlichen Sicherheitsgespräch den Sicherheitsbericht 2017 für den Landkreis Rottal-Inn an Landrat Michael Fahmüller.

Die Zahl der Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 536 auf 3.404 Fälle (-13,6 %). Um die Kriminalitätsbelastung vergleichbar darzustellen, wird die sogenannte Häufigkeitszahl verwendet.

Diese errechnet sich aus den angezeigten Straftaten pro Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner. Für den Landkreis Rottal-Inn betrug die Häufigkeitszahl für das Berichtsjahr 2.846 (2016: 3.305). Die Aufklärungsquote beträgt 67,2 % (PP Niederbayern 68 %) und liegt damit deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 64,4 %.

Im Bereich der Gewaltkriminalität sank die Anzahl der angezeigten Delikte erfreulicherweise um 12 auf insgesamt 126 Fälle (-8,7 %).

Ein Rückgang um 18 Fälle (- 3 %) wurde auch bei der Straßenkriminalität registriert; 2017 waren es 584 Delikte (2016 : 602 Delikte).

Zur Straßenkriminalität zählen alle Straftaten die im öffentlichen Raum begangen werden. Die Fallzahlen der Diebstahlskriminalität stiegen um 50 (+5,6 %) auf 950 angezeigte Fälle an.

Besonders erfreulich, dem niederbayernweiten Trend entsprechend, ist der Rückgang bei den Wohnungseinbruchdiebstählen; 19 Fälle weniger als im Vorjahr bedeuten einen Rückgang von 38,8 %!

Die Rauschgiftkriminalität ist ebenfalls rückläufig,  um 10 auf insgesamt 279 Fälle. Dabei handelt es sich überwiegend um sogenannte Kontrolldelikte, d. h. es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Fallaufkommen und den polizeilichen Kontrollerfolgen.

Der Anteil der der Polizei nicht bekannt gewordenen Straftaten, das sog. Dunkelfeld, ist in diesem Deliktsbereich naturgemäß hoch.

Im Berichtsjahr 2017 wurden im Landkreis 4.270 Verkehrsunfälle polizeilich registriert. Dies stellt einen Anstieg um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr dar.

Die Zahl der Verkehrstoten stieg bedauerlicherweise um 6 auf insgesamt 17 Verkehrstote. Darunter fiel unter anderem der tragische Verkehrsunfall mit drei getöteten Jugendlichen am Osterwochenende 2017. Das Polizeipräsidium Niederbayern prüft gemeinsam mit den örtlichen Dienststellen geeignete Maßnahmen mit dem Ziel, die Unfallzahlen zu verringern.

Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss sank die Zahl von 60 auf 46 Unfälle in 2017 (-23,3 %). Die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle war ebenfalls rückläufig; 116 Verkehrsunfälle mit der entsprechenden Verkehrsunfallursache (2016 : 106) wurden 2017 erfasst.

Die Anzahl der Fahrradunfälle stieg 2017 um 3 auf 8; die Wildunfälle stiegen um 2,6 % auf 2.069. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Drogenbezug sank von drei im Vorjahr auf zwei Unfälle in 2017.

Abschließend betonte Polizeivizepräsident Scherl, dass die Polizei in Niederbayern auch in Zukunft alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung, Politik und den Sicherheitsbehörden sind weiterhin Basis, um die gute Sicherheitslage in Niederbayern aufrecht zu erhalten.

Landrat Fahmüller bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei und sagte seitens des Landkreises Rottal-Inn weiterhin die volle Unterstützung zu.


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