03.12.2017, 09:08 Uhr

Rollenspiel 22-Jährige täuscht aus Scham Entführung vor

Die Eggenfeldenerin erwartet nun auch eine Anzeige zwecks Vortäuschen einer Straftat. (Foto: Ursula Hildebrand )Die Eggenfeldenerin erwartet nun auch eine Anzeige zwecks Vortäuschen einer Straftat. (Foto: Ursula Hildebrand )

Im Bürgerwald fanden Zeugen eine 22-Jährige gefesselt sowie einen 20-Jährigen vor. Zunächst gab die Frau an, aus dem Stadtgebiet entführt worden zu sein.

EGGENFELDEN Bereits am Donnerstag, 23. November, wurde der Polizeiinspektion Eggenfelden eine vermeintliche Entführung beim Bürgerwald in Eggenfelden mitgeteilt. Durch zwei aufmerksame Zeuginnen konnte am Waldrand eine gefesselte 22-Jährige aus Eggenfelden, sowie ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Straubing festgestellt werden.

Die 22-Jährige gab gegenüber den Polizeibeamten unter Tränen an, von dem Mann aus Geiselhöring im Stadtgebiet entführt, gefesselt, maskiert, sowie zum Bürgerwald verschleppt worden zu sein. Zudem habe sie nach den Anweisungen eines Rollenspiels gehandelt.

Aufgrund dessen sah vorerst alles danach aus, als hätte der Geiselhöringer wohl die falsche Dame bezüglich des vereinbarten Rollenspiels entführt.

Über umfangreiche Ermittlungen bei einer Online-Plattform, sowie Auswertung diverser Internetdaten konnte letztlich jedoch in Erfahrung gebracht werden, dass das vermeintlich geschädigte Entführungsopfer das Rollenspiel wohl doch selbst inszeniert hatte.

Mit den Ermittlungsergebnissen konfrontiert, gestand die 22-Jährige letztlich, aus Scham gegenüber ihrem Lebensgefährten, falsche Angaben gegenüber der Polizei gemacht zu haben.

Da der 20-Jährige im Rahmen der Erstermittlungen vorläufig festgenommen wurde und bis zur staatsanwaltschaftlichen Entscheidung mehrere Stunden in der Zelle verbringen musste, erwartet die Eggenfeldenerin nun eine Anzeige zwecks Vortäuschen einer Straftat, sowie Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft.


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