02.07.2020, 15:26 Uhr

Festnahmen Internationaler Schlag gegen Schleuserbande

Die Bundespolizei nahm drei dringend tatverdächtige Schleuser syrischer und irakischer Nationalität fest. Foto: BundespolizeiDie Bundespolizei nahm drei dringend tatverdächtige Schleuser syrischer und irakischer Nationalität fest. Foto: Bundespolizei

Grenzüberschreitende Festnahmen in Österreich und Deutschland.

Deutschland/Österreich. Der deutschen Bundespolizei und der österreichischen Polizei ist am Donnerstag, 2. Juli, ein Schlag gegen eine international agierende Schleuserbande gelungen. Bei mehreren gleichzeitig stattgefundenen Wohnungsdurchsuchungen nahmen die Beamten in Deutschland und in Österreich vier dringend Verdächtige fest und stellten Beweismaterial sicher. Rund 150 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Die Bundespolizeiinspektion Passau ermittelt seit Oktober 2019 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Ursächlich für dieses Ermittlungsverfahren war die Festnahme eines Schleusers am 21. Oktober 2019, als dieser vier irakische und einen iranischen Staatsbürger im Bereich Obernberg (Landkreis Passau) illegal von Österreich nach Deutschland brachte.

Im Zuge der folgenden umfangreichen Ermittlungen konnte die Bundespolizei in enger Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden in Österreich und Deutschland weitere Tatbeteiligte ermitteln. Am heutigen Donnerstag durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut fünf Wohnungen in Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne und Dorsten (Nordrhein-Westfalen). Sie nahmen dabei drei dringend tatverdächtige Schleuser syrischer und irakischer Nationalität fest. Gleichzeitig erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschat Graz drei Wohnungsdurchsuchungen und die Festnahme eines weiteren dringend tatverdächtigen Schleusers im Großraum Graz durch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Steiermark.

Den Festgenommen wird vorgeworfen, sichtvermerkspflichtige Drittstaatsangehörige auf der sogenannten Balkanroute nach Österreich und Deutschland eingeschleust zu haben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss von einer gewerblichen und bandenmäßigen Struktur der Schleuserorganisation ausgegangen werden.

Bei den Durchsuchungen kamen insgesamt rund 150 Polizeibeamte der Bundespolizei und des Landeskriminalamtes Steiermark zum Einsatz.


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