07.01.2020, 14:08 Uhr

Nach verheerendem Brand Aidenbacher Hallenbad soll in zwei Jahren wieder stehen

Brandursache und vorläufige Schadenhöhe stehen fest

AIDENBACH. Nach dem verheerenden Brand am 29. Dezember 2019 im Aidenbacher Hallenbad kann man inzwischen den Schaden und auch das weitere Vorgehen genauer abschätzen. Auch die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache inzwischen abgeschlossen. Darüber hinaus steht fest, dass das Hallenbad Aidenbach wiedererrichtet wird.

Der Brandermittler der Kriminalpolizei Passau haben nach mehrtätiger Ermittlung vor Ort festgestellt, dass ein technischer Defekt zu der Brandkatastrophe am 29.12.2019 führte. Ein Fremdverschulden oder gar Brandstiftung kann seitens der Polizei ausgeschlossen werden. Auch der Sachverständige der Brandversicherung des Marktes Aidenbach schloss sich dieser Auffassung an. In den nächsten Tagen soll noch versucht werden zu ermitteln, wo genau letztlich der Brand ausbrach. Apropos Versicherung: das Hallenbad Aidenbach war einschließlich Inventar und Maschinen zum Neuwert versichert.

So langsam wird auch das gesamte Ausmaß des Schadens ersichtlich. Der Gebäudekomplex, in dem sich die Hallenbadtechnik, die Fußpflegepraxis und die Umkleiden befanden, ist quasi komplett zerstört. Aber auch im restlichen Gebäude sind die Schäden durch das während des Brandes entstandene Rauchgas immens. Ein Teil des Bades wie auch die beiden Dächer müssen auf jeden Fall neu errichtet werden, genaueres werden detaillierte bauphysikalische und chemische Untersuchungen ergeben. Eine erste Schätzung der Schadenssumme durch die Versicherung beläuft sich auf ca. drei Millionen Euro.

Noch am Tag des Brandes stand bereits fest, dass der Markt Aidenbach sein Hallenbad erhalten und wiederaufbauen wird. Hierzu wurden bereits erste Schritte in die Wege geleitet. In enger Abstimmung mit der Versicherung wurden quasi sofort die ersten Entsorgungsfirmen beauftragt, um von der Brandstelle möglicherweise ausgehende Umweltgefährdungen zu vermeiden. In den nächsten Wochen soll die Entsorgung der beschädigten Bauteile stattfinden, so dass man idealerweise im April 2020 mit der Wiederherstellung beginnen könnte. Darum hat man bereits ein Team aus Planern beauftragt, welches zeitgleich zur Entsorgung das neue Bad plant.

Doch auch wenn das Hallenbad zeitnah wiederaufgebaut wird: zwei Jahre werden (nicht nur) die Aidenbacher auf ihr geliebtes Bad verzichten müssen. Daher stellt sich inzwischen auch die Frage, was mit den verkauften Eintrittskarten passiert. Zehnerkarten haben keine zeitliche Bindung und bleiben unbefristet gültig. Anders sieht es bei den Saisonkarten aus. Hier bemüht man sich aber auch um eine befriedigende Lösung für alle Beteiligten. Auch für die Schulen und die Vereine, welche das Bad rege nutzten, arbeitet man mit Hochdruck an Ausweichmöglichkeiten.

Neben den Badbesuchern müssen aber auch die Kunden der Fußpflegepraxis von Frau Gericke auf die gewohnten Räumlichkeiten verzichten. Frau Gericke ist bereits auf der Suche nach alternativen Räumlichkeiten und unter gewohnten Nummer zu erreichen.


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