24.04.2019, 12:02 Uhr

Highnoon auf der A3 Kleintransporter rammte Polizei-Auto bei Verfolgungsjagd

(Foto: bwylezich/123RF)(Foto: bwylezich/123RF)

Mehrere Streifen mussten den Straßen- Rambo stoppen.

PASSAU. Am 22. April, gegen 19.45 Uhr, versuchten Polizeibeamte der VPI Deggendorf beim Autobahnkreuz in Deggendorf, Fahrtrichtung Passau, einen 50-jährigen rumänischen Staatsangehörigen mit seinem Fahrzeug, einem Kleintransporter, zu kontrollieren. Die Geschwindigkeit des 50-Jährigen betrug auf der Autobahn zwischen 130 und 160 km/h. Mehrere Streifen der VPI Passau und GPI Passau unterstützten die Kollegen im Bereich Passau.

Einer Anhaltung entzog er sich und flüchtete in Fahrtrichtung Passau. Ein Dienst-Pkw setzte sich Höhe Passau/Nord unmittelbar vor das Fahrzeug, um den Fahrer mittels Anhalte Signalen zum Anhalten aufzufordern. Der allein im Fahrzeug befindliche Fahrzeugführer überholte rücksichtslos bei verringerter Geschwindigkeit den Dienst-Pkw. Als der 50-Jährige mit seinem Kleintransporter auf Höhe des Streifenwagens war, rammte er seitlich den Dienst-Pkw. Der Polizeibeamte behielt die Kontrolle über das Fahrzeug. Weitere hinzugekommene Streifenbesatzungen bremsten den nachfolgenden Verkehr aus, um Gefahrensituationen zu minimieren. Bei einem erneuten Versuch die Anhaltung ausführen zu können, lenkte der 50-Jährige erneut nach rechts, um so das Ausbremsen durch die Polizei zu verhindern bzw. touchierte erneut den Streifenwagen. Beide Pkws kamen anschließend zum Stillstand.

Hier konnte dann die vorläufige Festnahme mit Widerstandshandlungen des 50-jährigen Beschuldigten durchgeführt werden. Während des Transports zur Dienststelle, wurden die Beamten immer wieder beleidigt. Bei der durchgeführten Fahrzeugdurchsuchung konnten diverse Markenbaumaschinen, Benzinabfüllschläuche, Einbruchswerkzeug und weitere verschiedene Gegenstände aufgefunden werden.

Eine Blutentnahme wurde angeordnet und durchgeführt. Die Ermittlungen über die Herkunft der Waren dauern an.

Der mitgeführte Führerschein wurde sichergestellt. Der 50-jährige Beschuldigte wurde am 23.04.2019 beim Amtsgericht Passau dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

Der Sachschaden beträgt ca. 4000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Der 50-jährige Beschuldigte, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland besitz, hat sich wegen mehrerer Delikte zu verantworten, u.a. Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.


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