09.04.2019, 14:14 Uhr

Vermutlich fünf Personen auf Lkw-Ladefläche Blinde Passagiere schmuggelten sich nach Bayern

Blick auf die Ladefläche mit Kleidungsstücken und Schlafsäcken. (Foto: Bundespolizei )Blick auf die Ladefläche mit Kleidungsstücken und Schlafsäcken. (Foto: Bundespolizei )

Fahrer meldet sich bei der Bundespolizei.

RUHSTORF. Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer aus Serbien meldete sich am Montag (8. April) gegen 16.45 Uhr bei den Bundespolizisten in der Kontrollstelle Rottal-Ost und teilte den mit, dass an seinem Lkw-Sattelauflieger die Plane aufgeschlitzt wurde und er Personen auf der Ladefläche vermutet. Bei der sofortigen Nachschau auf der Lkw-Ladefläche stellten die Bundespolizisten keine Personen, dafür zwischen der Ladung aber mehrere Kleidungsstücke, Essensreste und insgesamt fünf Schlafsäcke fest. Spuren im LKW zeigten den Beamten, dass sich erst vor Kurzem mehrere Personen auf der Ladefläche versteckt haben könnten. Die Befragung des LKW-Fahrers ergab, dass er mit seinem Lkw von Maribor (Slowenien) den Autozug bis nach Wels (Österreich) genutzt hatte. Nach der Ankunft in Wels sei der Serbe mit seinem LKW direkt nach Suben weitergefahren. Nach einer Pause in Suben habe er die Fahrt nach Deutschland fortgesetzt und dabei im Rückspiegel die aufgeschlitzte Plane entdeckt.

Zur Fahndung nach den flüchtigen Personen setzte die Bundespolizei einen Hubschrauber ein, die Absuche erbrachte jedoch keinen Hinweis auf den Verbleib der Personen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Bundespolizei davon aus, dass die blinden Passagiere in Suben vom Lkw geklettert sind. Wo sie sich derzeit aufhalten, ist noch unbekannt.

Die Bundespolizei Passau bittet mögliche Zeugen, die den Ausstieg der Personen vom LKW in Suben beobachtet haben, sich bei der Bundespolizei Passau unter der Telefonnummer 0851-951698-0 zu melden.


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