04.03.2019, 10:07 Uhr

Dubioser Vermisstenfall Polizei und Feuerwehr suchten nach entkleideter Frau

Auch ein Hubschrauber kam bei der Suche nach der Frau zum Einsatz. (Foto: Polizei Bayern)Auch ein Hubschrauber kam bei der Suche nach der Frau zum Einsatz. (Foto: Polizei Bayern)

Am Sonntag, 3. März, teilten mehrere Passanten mit, dass sich eine Frau in den Abendstunden im Bereich Innstadtbahnhofweg fast entkleidet hat und Richtung Marienbrücke geht. Polizei und Feuerwehr machten sich auf die Suche, auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Letztlich ging die Sache dann aber gut aus.

PASSAU Da nicht auszuschließen war, dass diese Frau in den Inn geht, lief eine größere Absuche mit Feuerwehr und Polizei an. Diese Absuche zu Wasser und zu Land verlief ergebnislos. Zur Unterstützung kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Auf einer Parkbank fanden Rettungskräfte schließlich eine Hose, ein Paar Socken sowie Schuhe.

Dann wurde bekannt, dass die Unbekannte vermutlich ins Wasser gefallen war und bei einer Anwohnerin geklingelt hat, um sich trockene Bekleidung zu borgen. Am Montag, 4. März, teilten aufmerksame Passanten gegen 1.10 Uhr der Polizei Passau mit, dass sich eine Frau barfuß in der Nähe eines Lokals in der Mariahilfstraße aufhält. Eine Polizeistreife war schnell vor Ort und konnte die Frau zunächst in Gewahrsam nehmen.

Bei der weiteren Abklärung auf der Wache stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um die Frau handelte, die wenige Stunden zuvor durch zahlreiche Rettungs- und Polizeikräfte gesucht worden war. Die junge Passauerin war wohlauf. Sie hatte lediglich vergessen, ihre Medikamente zu nehmen, die sie aufgrund einer psychischen Auffälligkeit verschrieben bekommen hat.

Ihren Angaben nach ging sie am frühen Abend am Innufer spazieren. Dabei wurden die Absätze ihrer Stiefel nass. Da die zerstreut wirkende Frau meinte, sie sei komplett durchnässt, zog sie Schuhe, Socken und Hose aus, um sich dann bei Anwohnern trockene Kleidung zu borgen. Ihre Kleidung selbst jedoch war - wie bereits berichtet - komplett trocken. Ihr Lebensgefährte, der sich nahezu zeitgleich aufgrund der Meldungen in den sozialen Netzwerken in Sorge um seine Freundin bei der Polizei gemeldet hatte, konnte seine Partnerin überglücklich in Empfang nehmen. Ende gut, alles gut.


0 Kommentare