27.08.2018, 15:05 Uhr

Das Wunder von der A92 Passauer überlebt Horror-Crash leicht verletzt


Das Führerhaus des Lkw sieht aus, als hätte es die Faust eines Riesen zerquetscht. Kaum zu glauben, dass der Fahrer aus dem Knäuel Blech lebend geborgen werden konnte. An ein Wunder grenzt es, dass der 46 Jahre alte Passauer bei dem Horror-Unfall am Montagmorgen auf der A92 sogar nur leicht verletzt wurde.

LANDSHUT/PASSAU Der Unfall hatte sich am Morgen gegen 6.45 Uhr in Fahrtrichtung München zwischen Landshut West und Moosburg bei Ellermühle ereignet. Laut ersten Informationen vom Unfallort stand ein Pannen-Lkw wegen eines Reifenplatzers auf dem Seitenstreifen. Ein anderer Transporter, an dessen Steuer der Passauer saß und der mit 20 Tonnen Schotter beladen war, kam aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und rammte den Anhänger des Pannen-Lkw mit voller Wucht.

Anschließend schleuderte der Kieslaster auf die linke Spur, streifte dort die Leitplanke und wurde dann wieder quer über die Autobahn geschleudert. Auf dem Standstreifen krachte das Fahrzeug in die Leitplanke. Die Feuerwehr befreite den eingeklemmten Lkw-Fahrer nach 30 Minuten mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät aus der Fahrzeugkabine. Der Mann wurde mit einem Helikopter in eine Unfallklinik geflogen. Wie durch ein Wunder, so die Polizei, wurde der Mann nur leicht verletzt.

Der Fahrer des Pannen-Sattelzuges, ein 60-Jähriger aus dem Landkreis Deggendorf, der sich zum Unfallzeitpunkt außerhalb seines Fahrzeugs befand, blieb unverletzt. Die Bergungsarbeiten wurden durch auslaufenden Treibstoff erschwert. Der Tank des Kieslasters wurde bei dem Unfall aufgerissen, der Treibstoff verteilte sich über die Fahrbahn. Umgeladen werden mussten auch die 20 Tonnen Kies. Der Feuerwehr zu Hilfe kamen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks. In den Unfall wurde ein weiterer Kleintransporter verwickelt, der über Trümmerteile gefahren ist. Wegen des Unfalls gab es massive Verkehrsbehinderungen. Durch die Autobahnmeisterei wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Landshut-West ausgeleitet. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 70.000 Euro.


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