03.08.2018, 11:04 Uhr

Rentner wird Opfer einer Betrugsmasche 76-Jähriger um vierstelligen Euro-Betrag erleichtert

(Foto: Knott)(Foto: Knott)

Kripo Passau bittet um Hinweise.

FÜRSTENZELL. Am Donnerstag, 2. August, wurde ein 76-jähriger Rentner Opfer einer Betrugsmasche. Die Kripo Passau hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Der 76-Jährige erhielt um ca. 10:30 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Verwandten, der sich in einer finanziellen Notlage befindet und dringend Bargeld in Höhe eines mittleren fünfstelligen Eurobetrages benötige. Der Angerufene gab jedoch an, lediglich einen hohen vierstelligen Eurobetrag zur Verfügung zu haben. Der bayerisch sprechende Anrufer erklärte dem Mann, dass in Kürze ein Bankangestellter zur Abholung des Bargeldes zu ihm kommen werde. Dieser erschien tatsächlich gegen ca. 14.30 Uhr und der Mann händigte ihm das Bargeld aus. Im Anschluss entfernte sich der vermeintliche „Bankangestellte“ zu Fuß in bislang unbekannte Richtung.

Der Bargeldabholer kann wie folgt beschrieben werden: Männlich, ca. 175cm groß, ca. 25 Jahre, schlanke-hagere Figur, bayerischer Dialekt, trug ein kurzärmliges helles Hemd oder T-Shirt.

Die Kriminalpolizei Passau hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung zu dem vermeintlichen „Bankangestellten“. Wer hat im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Rehschaln/ Fürstenzell festgestellt. Sachdienliche Hinweise an die Kripo Passau unter der Telefon-Nummer 0851/ 95110 oder jede andere Polizeidienststelle.

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt wiederholt vor dieser dreisten Betrugsmasche und möchte insbesondere auch Hinweise für Angehörige von älteren Menschen geben:

• Informieren Sie sich als Angehöriger über die Betrugsform „Enkeltrick“

• Keinesfalls sollten Ihre Angehörigen am Telefon Angaben über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände äußern

• Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen über Verhaltensweisen, an denen man Betrüger und ihre „Maschen“ erkennen kann.

• Helfen Sie Ihrem Angehörigen dabei, ggf. den Vornamen im Telefonbucheintrag abkürzen zu lassen. Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Ihren Angehörigen aufmerksam zu werden.

• Bestärken Sie Ihren Angehörigen darin, einfach aufzulegen, wenn ein Anruf verdächtig erscheint. Anschließend sollte die Polizei über 110 verständigt werden.

• Hinterlassen Sie bei Ihrem Angehörigen Ihre Erreichbarkeit. So kann er im Zweifel mit Ihnen Rücksprache halten.

• Wirken Sie darauf hin, dass Ihr Angehöriger keine größeren Geldbeträge oder Wertgegenstände zuhause aufbewahrt.

• Wenn Ihr Angehöriger zu Hause Opfer einer Betrugsstraftat wurde: Unterstützen Sie ihn dabei, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Weiterführende Informationen zum Thema „Enkeltrick“ finden Sie im Internet unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/


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