24.06.2018, 11:16 Uhr

Autofahrer entzieht sich der Kontrolle 30-Jähriger wird nach Verfolgungsfahrt auf der A3 festgenommen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwickelte sich auf der A3 eine Verfolgungsfahrt, nachdem sich ein 30-jähriger Autofahrer der Grenzkontrolle durch die Bundespolizei entziehen wollte.

PASSAU Der allein in seinem BMW befindliche Fahrer aus dem Landkreis Passau befuhr kurz vor Mitternacht die A3 von Österreich kommend Richtung Passau. An der Grenzkontrollstelle am Parkplatz Rottal-Ost missachtete der 30-Jährige die Anhaltezeichen der Polizeibeamten und fuhr mit hoher Geschwindigkeit weiter.

Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die zur Unterstützung der Bundespolizei bei der Grenzkontrolle eingesetzt waren, nahmen zunächst die Verfolgung auf, verloren aber wegen der hohen Geschwindigkeit teilweise den Sichtkontakt zu dem flüchtigen Fahrzeug. 

Zwischenzeitlich wurden durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing zahlreiche Streifen zur Unterstützung zugeführt.

Auf Höhe des Parkplatzes Eichert wurde der weiterhin mit ca. 200 km/h fahrende Pkw durch eine Besatzung der Polizeiinspektion Fahndung aus Passau aufgenommen. Als diese den Raser überholen und anhalten wollte, wendete der Fahrer zwischen den Anschlussstellen Passau-Nord und Aicha v. Wald auf der BAB und war nun in falscher Richtung als „Geisterfahrer“ unterwegs.

Als ihm dabei die Streife der Bereitschaftspolizei im Bereich der Anschlussstellen Passau-Nord und Passau-Mitte entgegen kam, wendete der Beschuldigte erneut auf der Autobahn und fuhr weiter mit hoher Geschwindigkeit Richtung Regensburg. Die Kollegen der Bereitschaftspolizei mussten dabei auf den Standstreifen ausweichen, um einen Zusammenstoß mit dem Flüchtigen zu vermeiden.

An der Anschlussstelle Aicha v. Wald verließ der BMW die Autobahn, um kurz darauf an selbiger Anschlussstelle wieder auf die A 3 Richtung Passau – in richtiger Fahrtrichtung – aufzufahren.

Kurz vor Passau-Nord hielt der 30-Jährige auf dem Standstreifen an, nachdem er vorher über Notruf bei der Einsatzzentrale angerufen hat. In dem Gespräch mit der Disponentin am Notruf konnte er schließlich zum Abbruch seiner halsbrecherischen Flucht bewegt und von den hinzugekommenen Einsatzkräften widerstandslos festgenommen werden.

Ein durchgeführter Drogentest verlief positiv, was eine Blutentnahme zur Folge hatte. Außerdem ist der Beschuldigte nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Den von ihm benutzten BMW hatte er zuvor seinem Vater entwendet. 

Der 30-Jährige machte einen erheblich verwirrten Eindruck und musste letztendlich in eine Klinik eingewiesen werden. 

Soweit bislang bekannt wurden durch die „Geisterfahrt“ des Beschuldigten keine weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet.


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