29.04.2018, 15:33 Uhr

„Bordkläranlagen“ kontrolliert Schwerpunkkontrollen im Bereich der Binnenschifffahrt

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Am Wochenende wurden Fahrgastschiffe mit Schwerpunkt „Bordkläranlagen“ kontrolliert.

PASSAU Jahreszeitlich bedingt ist wieder eine deutliche Zunahme des Schiffsverkehrs auf der Donau festzustellen. Dies liegt auch daran, dass die Flusskreuzfahrtschifffahrt immer beliebter wird. Aus diesem Grund wurden am Freitag und Samstag Schiffskontrollen an den Liegestellen im Stadtgebiet Passau und im Ortsteil Lindau durchgeführt, wobei Fahrgastschiffe im Hinblick auf die Einhaltung der Umweltvorschriften unter die Lupegenommen wurden.

Zur Unterstützung der Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizei Passau wurden Kräfte der WSP-Gruppe Deggendorf, der Wasserschutzzentralstelle Schwabach, sowie Kollegen der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalzhinzugezogen. Ferner war zur fachlichen Unterstützung ein Team des Landesamtes für Umwelt aus Augsburg vor Ort, um Proben der Bordkläranlagen zu analysieren.

Bei den Kontrollen wurde zwar festgestellt, dass die Fahrgastschiffe überwiegend in tadellosem Zustand waren, dennoch gab es auch hier unrühmliche Ausnahmen. Bei einem Schiff wurde eine deutliche Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für das in die Donau geleitete Abwasser festgestellt. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass die Bordkläranlage offenbar überbrückt wurde und somit Teile des Abwassers direkt in die Donaugeleitet wurden. Gegen die Verantwortlichen wurden Ermittlungen wegen eines Vergehens der Gewässerverunreinigung veranlasst. Ferner wurde die Abwasserleitung verplombt, um ein weiteres Einleiten zu unterbinden. Eine nachhaltige Beeinträchtigung der Wasserqualität der Donau ist aber aufgrund der Abwassermenge nicht zu befürchten.

In den Kläranlagen wird das täglich anfallende „häusliche Abwasser“, welches in den Küchen, Essräumen, Waschräumen sowie bei der Toilettennutzung anfällt, aufbereitet. Da sich zeigte, dass hier offenbar noch Handlungsbedarf besteht, werden in Zukunft auch weiterhin Schwerpunktkontrollen der Wasserschutzpolizeigruppe in Bezug auf die Einhaltung der Umweltvorschriften und des Kläranlagenmanagements durchgeführt.


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