19.04.2018, 18:38 Uhr

Blitzmarathon 2018 Polizeipräsidium Niederbayern zieht Bilanz

(Foto: Polizei Bayern)(Foto: Polizei Bayern)

Wie bereits angekündigt, fand der sechste Blitzmarathon im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern statt. Nach 24 Stunden ging dieser am Donnerstag, 19. April, zu Ende.

NIEDERBAYERN Von Mittwoch, 18. April, 6 Uhr bis Donnerstag, 19. April, 6 Uhr, beteiligten sich die Dienststellen des Polizeipräsidiums Niederbayern am sechsten „24-Stunden-Blitzmarathon“. Vergleichbare Schwerpunktaktionen fanden nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern auch in zahlreichen weiteren Europäischen Staaten statt.

Für den Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern lässt sich eine positive Bilanz ziehen. Der Schwerpunkt wurde auf die Geschwindigkeitsüberwachung auf Landstraßen außerorts gelegt.

Von den circa 16.500 mit stationären Geräten gemessenen Fahrzeugen überschritten 438 die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die Beanstandungsquote liegt üblicherweise deutlich höher.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Messergebnissen bei der Geschwindigkeitsüberwachung mit den Laserhandmessgeräten. Hier kam es zur Beanstandung von 169 Fahrzeugführern bei über 70 Messstellen im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern. 

„Traurige Spitzenreiter“ waren zwei Autos auf der Bundesstraße 20 im Bereich von Pilsting. Die Fahrzeuge wurden bei erlaubten 100 km/h mit einer Geschwindigkeit von 183 km/h und 166 km/h gemessen.

Den Fahrzeugführer aus dem Landkreis Straubing-Bogen mit 183 km/h gefahrener Geschwindigkeit erwartet ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und drei Monate Fahrverbot.

Den Fahrzeugführer aus dem Raum Dingolfing mit 166 km/h festgestellter Geschwindigkeit erwartet ein Bußgeld in Höhe von 440 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und zwei Monate Fahrverbot.

Im Bereich der Polizeiinspektion Grafenau fiel den Beamten bei der Anfahrt zur Messkontrollstelle eine Fahrzeugführerin auf, welche gegen 9 Uhr morgens erheblich alkoholisiert war. Sie musste sich einer Blutentnahme unterziehen, ihr Führerschein wurde sichergestellt. Die 56-Jährige erwartet ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Die Ankündigungen der Messstellen in den Medien und der Einsatz von 233 niederbayerischen Polizeibeamten zeigte die erhoffte Wirkung. Die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die Geschwindigkeitsvorschriften.

Im Sinne der Verkehrssicherheit bleibt zu hoffen, dass das Bewusstsein für die gefahrene Geschwindigkeit und die mit erhöhten Geschwindigkeiten verbundenen Gefahren bei den Fahrzeugführern über den Blitzmarathon hinaus vorhanden bleibt.


0 Kommentare