22.03.2018, 16:56 Uhr

Polizeipräsidium Oberpfalz Gedenkgottesdienst für die während der Dienstausübung ums Leben gekommenen Polizeibeamten

(Foto: Thomas Plößl, Polizeipräsidium Oberpfalz)(Foto: Thomas Plößl, Polizeipräsidium Oberpfalz)

Am 22. März 2018 fand der jährliche Gedenkgottesdienst für die während der Dienstausübung ums Leben gekommenen Polizeibeamten der beiden Polizeipräsidien Niederbayern und Oberpfalz statt.

WINDORF-OTTERSKIRCHEN Circa 200 Polizeibeschäftige aus ganz Ostbayern waren zum traditionellen Gedenkgottesdienst in die Pfarrkirche St. Michael in das niederbayerische Otterskirchen gekommen. Den vom Polizeichor Weiden i. d. OPf. würdig umrahmten Gedenkgottesdienst zelebrierten die beiden Bischöflichen Beauftragten für die Polizeiseelsorge, Domprobst Monsignore Dr. Michael Bär (Diözese Passau) und Pfarrer Karl-Dieter Schmidt (Diözese Regensburg) sowie der Ortsgeistliche, Dekan Gotthard Würzinger. Ihnen standen Diakon Paul Schmidt von der Polizeiseelsorge des Bistums Passau und Diakon Wolfgang Sattich-Jaklin, Polizeibeamter des Polizeipräsidiums Niederbayern, zur Seite. Die Orgel spielte Katharina Lang.

Die gemeinsame jährliche Gedenkveranstaltung der Polizei Niederbayerns und der Oberpfalz wurde nun bereits zum 72. Mal gefeiert. Das Gedenken gilt allen Polizisten, die seit 1946 im Dienst – sei es bei der Verbrechensbekämpfung, bei Verkehrsunfällen oder durch andere Umstände – ihr Leben lassen mussten.Bei der traditionellen Zusammenkunft wird der Tod des Gendarmen Sebastian Schütz am 1. April 1878 in Erinnerung gerufen. Seinerzeit fahndete man in der Region um Otterskirchen nach einem flüchtigen Schwerverbrecher. Als ihm die eingesetzten Gendarmen auf die Spur gekommen waren, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der 31-jährige Sebastian Schütz tödlich verletzt wurde.

Nach dem feierlichen Gottesdienst zogen die Teilnehmer zum Grab des Gendarmen Schütz auf dem Otterskirchener Friedhof. Der Oberpfälzer Polizeipräsident Gerold Mahlmeister hob in seiner Ansprache den hohen Wert der Tradition, der ums Leben gekommenen Kollegen zu gedenken, hervor. Mahlmeister wies auch auf die stets vorhandene Gefahr hin, der Polizeibeamtinnen und -beamte im Dienst ausgesetzt sind. Die Gewalt gegenüber der Polizei nähme immer mehr zu, so der Leiter des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Der Polizeipräsident wünschte allen aktiven Polizeibeamtinnen und –beamten, jederzeit gesund und wohlbehalten aus dem Einsatz zurückzukehren. Nach dem Abschlussgebet am Grab verlasen die beiden Polizeipräsidenten Gerold Mahlmeister (Oberpfalz) und Josef Rückl (Niederbayern) die Namen aller seit 1946 im Dienst ums Leben gekommenen Beamten der beiden Regierungsbezirke.

Auf dem Foto sind zu sehen: Nach dem Gottesdienst gedachte man am Grab des Gendarmen Schütz der im Rahmen der Dienstausübung ums Leben gekommenen Polizisten. Die beiden Polizeipräsidenten Josef Rückl (ganz links) und Gerold Mahlmeister (2.v.l.) verlasen deren Namen. Rechts neben PP Mahlmeister dessen Vertreter, Ltd. Polizeidirektor Thomas Schöniger. In der rechten Bildhälfte sind die beiden Bischöflichen Beauftragten für die Polizeiseelsorge, Domprobst Msg. Dr. Michael Bär (2.v.r.) und Pfarrer Karl-Dieter Schmidt (4.v.r.) mit Dekan Gotthard Würzinger (3.v.r.) zu sehen.


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