16.02.2018, 13:37 Uhr

20 Monate auf Bewährung Schleuser landet erneut vor Gericht

Im Juni 2015 ging in Passau-Auerbach ein Schleuser ins Netz, mit 23 Menschen auf der Ladefläche – ohne Sicherung! Die Staatsanwaltschaft ging gegen das Urteil in Berufung. (Foto: Bundespolizei)Im Juni 2015 ging in Passau-Auerbach ein Schleuser ins Netz, mit 23 Menschen auf der Ladefläche – ohne Sicherung! Die Staatsanwaltschaft ging gegen das Urteil in Berufung. (Foto: Bundespolizei)

Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen Urteil ein – Prozess am Landgericht

PASSAU Ende 2015, Anfang 2016 brach über Gerichte in der Grenzregion eine wahre Prozessflut gegen Schleuser herein – gegen Menschen, die illegal Flüchtlinge nach Deutschland eingeschleust hatten (PaWo berichtete mehrfach).

Noch im November 2015 war ein in Italien lebender Inder am Amtsgericht Passau zu 1 Jahr und 8 Monaten auf Bewährung wegen „gewerbsmäßigen Schleusens“ verurteilt worden.

Im Juni 2015 hatte dieser – mit einem Unbekannten als Beifahrer – einen Kleintransporter gefahren, auf dessen Ladefläche 23 Menschen eingepfercht waren. Ohne jegliche Sicherung! Bei einem Unfall hätten die Menschen aus dem Irak, Iran und aus Pakistan schwer verletzt werden können! 200 Dollar hätte der Schleuser dafür bekommen. Und als Quittung vom Richter 20 Monate Haftstrafe auf Bewährung. Das war der Staatsanwaltschaft zu wenig, man legte Berufung ein. Ein Termin war am Landgericht angesetzt worden – zu dem der Angeklagte nicht erschienen war. Bis dieser ermittelt und per Haftbefehl habhaft gemacht werden konnte, ging Zeit ins Land.

Neuer Termin für die Verhandlung am Landgericht Passau ist nun der 1. März.


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