22.01.2018, 16:30 Uhr

Bundespolizei deckt auf Serbe schleust Iraner ein und wird verhaftet

Symbolbild. (Foto: Bundespolizei)Symbolbild. (Foto: Bundespolizei)

In der Nacht zum Samstag, 20. Januar, kontrollierte die Bundespolizei am Bahnhof drei Iraner, die sich an Bord des Nachtzuges von Wien nach Hamburg befanden.

PASSAU Eine Person – ein 75-jähriger Mann – konnte sich ordnungsgemäß mit seinem Pass sowie einem Aufenthaltstitel für Deutschland ausweisen. Die mitreisende Frau sowie ein 13-jähriger Jugendlicher konnten keinerlei Ausweispapiere vorweisen. Auf Grund des Verdachtes der unerlaubten Einreise wurden sie allesamt zur Dienststelle gebracht. Dort stellte sich heraus, dass es sich bei der Frau und dem Jugendlichen um Familienangehörige des Mannes handelte und er sie nach Deutschland bringen wollte.

Weiterhin gab der Mann zu Protokoll, dass ihm bei der Organisation und beim Kauf der Zugfahrkarten in Wien durch einen 36-jährigen Serben geholfen wurde. Dieser sei ebenfalls im Zug mitgereist. Die Einsatzzentrale in Passau informierte umgehend die Kollegen der Bundespolizei am Hauptbahnhof in Nürnberg. Diese konnten den Serben dann beim planmäßigen Halt des Zuges festnehmen und an die Passauer Kollegen überstellen.

Nach einer zweifelsfreien Identifizierung wurde der serbische Schleuser dem Haftrichter vorgeführt und in die Justizvollzugsanstalt in Passau eingeliefert. Der Iraner durfte nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 180 Euro weiterreisen, die beiden Geschleusten wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet.


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