31.07.2019, 15:11 Uhr

Auf Gegenfahrbahn geraten Schwerer Unfall auf der B 12

(Foto: DRF Luftrettung)(Foto: DRF Luftrettung)

Ein leicht, vier schwer und ein lebensgefährlich Verletzter sowie rund 49.000 Euro Sachschaden waren die Folge eines Verkehrsunfalls, der sich am Dienstagnachmittag, 30. Juli 2019, auf der B 12 zwischen Haag und Maitenbeth ereignete.

MAITENBETH. Dort war eine 79-jährige Opel-Fahrerin aus München zusammen mit einer Beifahrerin in Richtung München unterwegs. Auf Höhe von Straß kam sie aus bislang ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Ein in der Gegenrichtung fahrender, 47-jähriger, rumänischer Sattelzugfahrer versuchte noch geistesgegenwärtig einen Frontalzusammenstoß mit dem Pkw zu verhindern und wich mit seinem schweren Gespann nach rechts auf das Bankett aus. Einen seitlichen Zusammenstoß mit dem Opel konnte er aber dennoch nicht mehr verhindern. Der Opel drehte sich infolge des Zusammenstoßes auf der Fahrbahn und kam schließlich am Straßenrand zum Stehen.

Dem Sattelzugfahrer gelang es daraufhin zwar sein Gespann aus dem Bankett wieder auf die Fahrbahn zu lenken, er übersteuerte dabei jedoch vermutlich und geriet seinerseits wiederum auf die Gegenfahrbahn, wo er nach 32 Metern nach dem ersten Zusammenstoß mit seiner Zugmaschine gegen die linke Fahrzeugseite eines entgegenkommenden Mercedes-Sprinters prallte, welcher durch die Wucht des Anstoßes umgeworfen und in den angrenzenden Straßengraben geschleudert wurde, wo er dann schließlich auf der rechten Seite zum Liegen kam.

Die unfallverursachende Opel-Fahrerin sowie ihre 86-jährige Beifahrerin, der 41-jährige Sprinterfahrer aus Altenmünster und sein gleichaltriger Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt und vom BRK in die Krankenhäuser Wasserburg und Ebersberg eingeliefert.. Ein im Mercedes-Sprinter hinten sitzender, 29-jähriger Mitfahrer erlitt sehr schwere Verletzungen, er wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik in Murnau geflogen. Der rumänische Sattelzuglenker wurde indes nur leicht verletzt.

Von der verständigten Jourstaatsanwaltschaft wurde ein unfalltechnisches und -analytisches Gutachten angeordnet, weshalb ein Gutachter zur Unfallaufnahme hinzugezogen wurde. Bei dem Unfall entstanden an allen drei beteiligten Fahrzeugen Totalschäden, vermutlich durch herumfliegende Fahrzeugteile wurde dann noch ein weiterer unbeteiligter Pkw leicht im Bereich der Motorhaube beschädigt. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf ca. 49.000 Euro. Die B 12 war für ca. vier Stunden beidseitig gesperrt, der Verkehr wurde durch die umliegenden Feuerwehren, welche mit 17 Fahrzeugen und 109 Mann im Einsatz waren, umgeleitet. Die Fahrbahn musste aufgrund der unfallbedingten Verschmutzungen schließlich noch mit einer Spezialkehrmaschine gereinigt werden, bevor sie dann abends wieder für den fließenden Verkehr freigegeben werden konnte.


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