08.04.2019, 11:56 Uhr

Polizei meldet Vollzug Zwei „illegal“ getunte Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen

(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)

Weil sie an ihren Fahrzeugen zu viel bzw. ohne TÜV-Abnahme geschraubt hatten, untersagte die Waldkraiburger Polizei zwei jungen Autofahrer die Weiterfahrt. Sie dürfen ihre Fahrzeuge erst wieder in Betrieb nehmen, wenn die festgestellten „Mängel“ beseitigt worden sind.

WALDKRAIBURG In der Nacht von Freitag auf Samstag, 5. und 6. April 2019, kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Waldkraiburg kurz aufeinander zwei getunte, also veränderte und modifizierte, Pkw im Stadtbereich von Waldkraiburg. Bei der ersten Kontrolle wurde ein 20-jähriger Mann aus Waldkraiburg mit seinem BMW angehalten. Bei der Überprüfung des Fahrzeuges stellte sich heraus, dass die Änderungen am Fahrzeug, in diesem Fall ein verbautes Gewindefahrwerk und Alufelgen aus dem Zubehörmarkt, nicht von einem amtlich geprüften Sachverständigen abgenommen worden waren.

Die zweite Kontrolle stellte sich genau gegenteilig dar. Den Beamten wurde ein „vollgepackter“ Fahrzeugschein ausgehändigt. Das Fahrzeug wurde einer Kontrolle unterzogen, nachdem dieses wegen übermäßig lauten „Auspuffsound“ auffiel. Zwar waren alle verbauten Teile vorschriftsmäßig in den Fahrzeugpapieren eingetragen, allerdings wurde nachträglich an dem Gewindefahrwerk manipuliert, sodass das Fahrzeug ungefähr drei Zentimeter tiefer war, als ursprünglich in den Papieren eingetragen.

Durch die verbauten Felgen in Verbindung mit der Tieferlegung über den genehmigten Bereich konnte eine Berührung der Reifen mit den Radkästen nicht ausgeschlossen werden. Weiter befand sich der VW des 21-jährigen Mannes, ebenfalls aus Waldkraiburg, in solch einem schlechten Zustand, dass mehrere erhebliche Mängel vor Ort festgestellt wurden. Unter anderem kam der Sound nicht von einem Sportendschalldämpfer, sondern von einer defekten Auspuffanlage.

In beiden Fällen wurde die Weiterfahrt der Verkehrsteilnehmer unterbunden, da die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge erloschen war. Die Fahrzeugführer erwartet nun, wegen der begangenen Verkehrsordnungswidrigkeiten, jeweils eine Ahndung. Wichtiger aber noch ist, dass die Fahrzeuge erst wieder in Betrieb genommen werden dürfen, wenn alle „Mängel“ behoben wurden.


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