04.04.2019, 14:41 Uhr

Nachgefragt Diebe des „Innkanal-Autos“ immer noch auf Tauchstation


Vier Monate nach der Tat ermittelt die Polizei weiterhin mit Hochdruck. Es gibt keine Tatverdächtigen.

MÜHLDORF Es war einer der kuriosesten Diebstähle des Jahres 2018 in der Region: Am 23. November wurde aus einem Mühldorfer Autohaus ein Opel Astra geklaut und danach im Innkanal versenkt.

Mehr als vier Monate später ermittelt die Mühldorfer Polizei noch immer „mit Hochdruck“, wie Polizeihauptkommissar Karl Sanladerer der PNP am Freitag mitteilte. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die ermittelnden Beamten von der Auswertung der DNA-Spuren durch das Landeskriminalamt, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

Konkrete Tatverdächtige gebe es im Moment nicht, so Sanladerer. Eine heiße Spur, die nach PNP-Informationen von der Polizei im Dezember verfolgt wurde, führte demnach nicht zum Erfolg.

Der Opel Astra war in den frühen Morgenstunden des 23. Novembers 2018 in einer filmreifen Aktion aus dem Mühldorfer Autohaus gestohlen worden. Gegen 4 Uhr morgens hatte die Reinigungskraft des Autohauses zwei unbekannte Männer in dem braunen Opel Astra Sports Tourer entdeckt. Die ertappten Eindringlinge rasten daraufhin mit dem Kundenfahrzeug durch das geschlossene Werkstatttor. Auf der Flucht richteten sie 10.000 Euro Sachschaden an weiteren Fahrzeugen des Autohauses an.

Der gestohlene Astra ist kurze Zeit später wieder aufgetaucht - im wahrsten Wortsinne. Am Tag des Diebstahls hatte ein Passant ein im Innkanal treibendes Auto gemeldet. Am Montag, 2. Dezember, wurde das Fahrzeug in einer knapp dreistündigen Aktion in Pürten bei Waldkraiburg aus dem Wasser gezogen.

Zwei Polizeitaucher hatten Ballons an dem versunkenen Opel angebracht und ihn durch das Hineinpressen von Luft zum Auftauchen gebracht. Etwa hundert Meter flussabwärts von der Fundstelle wurde der Wagen dann von einem Kran aus dem Wasser geborgen.


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