02.01.2019, 13:41 Uhr

Haftbefehl erlassen - Täter im Knast Mit Messer zwei Frauen schwer verletzt

(Foto: Thebigland/123rf.com)(Foto: Thebigland/123rf.com)

In der Nacht auf Montag, 31. Dezember 2018, wurden zwei Frauen (42 und 23) in einer Wohnung in Waldkraiburg durch einen 37-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt. Polizeistreifen aus Mühldorf nahmen den Täter später fest.

WALDKRAIBURG Um Mitternacht verständigte eine Dame den Polizeinotruf und teilte mit, dass soeben ein Mann zwei Frauen mit einem Messer verletzt haben soll. Die beiden bulgarischen Staatsangehörigen konnten jedoch flüchten und den mutmaßlichen Täter benennen. Rasch konnte ermittelt werden, dass die Tat in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Waldkraiburg stattgefunden haben muss und der Tatverdächtige sich dort auch noch aufhalten dürfte. Es war zunächst unklar, ob sich noch weitere Personen in der Wohnung befinden.

Weil die Gefährlichkeit des Verdächtigen, eines 37-jährigen deutschen Staatsangehörigen, für die Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden konnte und der Mann mit einem Messer bewaffnet war, wurden Spezialeinsatzkräfte (SEK) alarmiert. Der Höhere Beamte vom Dienst (HvD) begab sich ebenfalls sofort vor Ort. Aufgrund des noch unklaren Sachverhalts stand die Einsatzzentrale sowie der HvD auch mit der Leiterin der Abteilung Einsatz, Leitende Polizeidirektorin Schichl, und dem Polizeipräsidenten Robert Kopp in Kontakt. Noch vor Eintreffen des SEK konnte jedoch ein 23-Jähriger aus der Wohnung unverletzt befreit und der Tatverdächtige durch Beamte verschiedener Polizeiinspektionen widerstandslos festgenommen werden. Der 37-Jährige wurde anschließend der Kripo Mühldorf übergeben, welche die weiteren Ermittlungen führt.

Die beiden weiblichen Opfer im Alter von 42 und 23 Jahren wurden bereits vor der Festnahme mit dem Hubschrauber bzw. Rettungswagen in ein Krankenhaus und eine Spezialklinik verbracht. Beide erlitten durch den Messerangriff schwere Verletzungen, die 42-jährige Frau lebensgefährliche. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.

Bei der ersten Vernehmung durch Ermittler der Kriminalpolizei räumte der Mann ein, im Streit seine 42-jährige ehemalige Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen zu haben. Die zur Hilfe eilende 23-Jährige, welche sich zum Zeitpunkt des Angriffs in der Wohnung befand, wurde ebenfalls verletzt.

Sowohl Polizeipräsident Kopp als auch Ltd. Polizeidirektorin Schichl ließen noch in der Nacht allen eingesetzten Polizeibeamten ihren ausdrücklichen Dank und ihre Anerkennung für das professionelle und engagierte Vorgehen bei dieser schwierigen Einsatzlage übermitteln.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein stellte wegen versuchten Totschlags einen Haftbefehlsantrag. Der 37-jährige Tatverdächtige wurde am Montagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefeht erließ. Jetzt sitzt der Mann hinter Gittern.


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