12.12.2018, 14:20 Uhr

Wegen eines Bieres Mit Messer und Hammer auf Passanten losgegangen

Mit Messer und Hammer bewaffnet soll der Angeklagte für Angst und Schrecken gesorgt haben. (Foto: Mike Schmitzer)Mit Messer und Hammer bewaffnet soll der Angeklagte für Angst und Schrecken gesorgt haben. (Foto: Mike Schmitzer)

Am Donnerstag, 13. Dezember 2018, muss sich ein gebürtiger Trostberger vor dem Landgericht Traunstein verantworten, weil er im März in Neumarkt-Sankt Veit komplett ausgerastet sein soll.

NEUMARKT-SANKT VEIT/TRAUNSTEIN Der banale Grund: In einer Eisdiele wurde ihm wohl ein weiteres Bier verweigert. Jetzt ist der offenbar psychisch kranke Mann unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Mit gezücktem Messer zurück in die Eisdiele

Bei seinem Besuch einer Eisdiele in Neumarkt-Sankt Veit am 29. März 2018 soll der Angeklagte äußerst aggressiv darauf reagiert haben, dass ihm am späten Abend kein weiteres Bier mehr serviert wurde. Als ihm dann noch mit der Polizei gedroht wurde, brannten bei dem 39-Jährigen wohl die Sicherungen durch. Er soll ein Handy zertreten, eine Flasche auf den Boden geschmissen, mit einem Tisch nach einem Gast geworfen und diesen damit am Schienbein verletzt haben. Zunächst gelang es wohl mithilfe weiterer Gäste, den Randalierer an die frische Luft zu setzen, aber der Angeklagte ließ sich das scheinbar nicht gefallen und kam postwendend in die Eisdiele zurück – dieses Mal angeblich mit einem Messer in der Hand. Als ihm ein Mann den Weg versperren wollte, soll es zu einer Rangelei zwischen den beiden gekommen sein, bei dem der Angeklagte seinen Kontrahenten wohl am Finger schnitt.

Bewaffnet der Polizei entgegengetreten

Mittlerweile waren bei der Polizei mehrere Anrufe eingegangen, dass ein mit Messer bewaffneter Mann in Neumarkt-Sankt Veit auf Passanten losegehen würde. Kurz vor Mitternacht bot sich den zum Stadtplatz beorderten Polizeistreifen das folgende Bild: Den Gästen war es anscheinend gelungen, sich im Lokal zu verschanzen. Davor soll sich der 39-Jährige bewaffnet mit einem Messer, einem Hammer und einem langen Holzstock aufgehalten haben. Der Aufforderung, das alles wegzulegen, kam er angeblich nicht nach. Stattdessen soll der Angeklagte kurz das Weite gesucht haben, bevor er es sich dann wohl wieder anders überlegte. Mit dem Messer und dem Hammer in den Händen soll er plötzlich auf die Polizisten zugegangen sein, die sich daraufhin etwas zurückzogen. Das nutzte der 39-Jährige angeblich zu einem weiteren Fluchtversuch, bei dem er diesmal sogar die Rott durchschwommen haben soll. Letztlich half ihm das aber alles nichts und der offensichtlich psychisch kranke Mann konnte in Ufernähe entwaffnet und überwältigt werden.


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