07.06.2018, 09:18 Uhr

Schon wieder Asylbewerber gegen Polizisten in Waldkraiburg

(Foto: tb21)(Foto: tb21)

Hunderte Polizisten aus ganz Bayern hatten am 6. Juni einen Großeinsatz in Waldkraiburg. Mehrere Personen wurden verletzt, möglicherweise auch Mitarbeiter der Security. Auslöser der Auseinandersetzungen soll die Entfernung von Kühlschränken aus dem Asylbewerberheim gewesen sein.

WALDKRAIBURG Wie bereit berichtet, herrschte am Mittwoch, 6. Juni, Ausnahmezustand in Waldkraiburg. Im Laufe des Tages kamen Hunderte Polizisten aus ganz Bayern zusammen, um im Aslybewerberheim für Ordnung zu sorgen, weil die Bewohner des Heimes zu randalieren begonnen hatten. (Hier geht es zu unserem Erstbericht inklusive Fotoserie vom Einsatz).

Auslöser des Aufruhrs soll die Entfernung von Kühlschränken gewesen sein. Während es einerseits heißt, dass die Bewohner Lebensmittel in den Kühlschränken gehortet und deshalb das Essen in der Unterkunft verweigert hätten, berichten Anwohner in Sozialen Netzwerken davon, dass die Asylbewerber immer wieder an der Elektrik der Geräte herumbasteln würden. Ein Sprecher der Waldkraiburger Polizei bestätigte weder die eine, noch die andere Version, sagte aber, dass die Regierung von Oberbayern immer wieder Geräte aus der Unterkunft entfernen ließe. Er erklärte auch, dass im Zusammenhang mit dem Einsatz „sehr viel heiße Social Media-Luft“ entstanden sei.

Mehrere Personen sind im Laufe des bis in die späte Nacht andauernden Einsatzes verletzt worden. Ein Asylbewerber musste mit einer schweren Stichverletzung in eine Klinik nach München geflogen werden. Zwei weitere Personen sind verletzt in die Mühldorfer Klinik gebracht worden. Es heißt, dass auch Mitarbeiter der Security verletzt worden sein.

Eine offizielle Stellungnahme der Polizei liegt noch nicht vor.

Wir werden weiterhin berichten.

Erst Ende März 2018 hatten einige Hundert Polizeibeamte einen Einsatz in der Asylbewerberunterkunft. Auch sonst gibt es immer wieder Polizeieinsätze in dem Gebäude.


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