04.05.2018, 18:55 Uhr

Insgesamt 1345 Straftaten Kriminalstatistik 2017 der Polizeiinspektion Waldkraiburg

(Foto: Pressefoto Walter Geiring )(Foto: Pressefoto Walter Geiring )

Für den Dienstbereich der Polizeiinspektion Waldkraiburg (Stadt Waldkraiburg, Gemeinden Aschau, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit) fließen im Jahr 2017 insgesamt 1345 Straftaten in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ein. Im Vorjahr waren es 1688 Taten, ein Rückgang um 20,3% und damit der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre.

WALDKRAIBURG EPHK Georg Deibl, Leiter der PI Waldkraiburg: „Ein sehr erfreuliches Ergebnis für die Stadt und die Region Waldkraiburg. In fast allen Deliktsfeldern sind die Fallzahlen rückläufig.“

Von den 1345 Straftaten konnten 927 Taten aufgeklärt werden. Dieses Ergebnis entspricht einer Aufklärungsquote von 68,9%. Der bayernweiter Durchschitt liegt bei 66,8%.

Immernoch bilden die Diebstahldelikte, wie auch schon in den vergangenen Jahren, den Schwerpunkt der Gesamtkriminalität (330 Fälle mit 24,5% Anteil an der Gesamtkriminalität). Dennoch: Der massive Rückfall der Diebstahldelikte um 33,6% (entspricht ca 167 Fälle) bedeute, dass jeder dritte Diebstahl im Vergleich zu 2016 nicht mehr stattgefunden habe, so EPHK Deibl.

Auch im Bereich der Wohnungseinbrüche gibt es eine positive Entwicklung: Nach dem Anstieg auf 17 Fälle ist im Jahr 2017 wieder ein Rückgang auf das Niveau des Jahres 2015 feszustellen (13 Fälle). Der Bereich ist nach wie vor von international organisierten osteuropäischen Tätergruppen geprägt. In knapp der Hälfte aller Fälle blieb es nur bei dem Versuch des Einbruches- die Täter konnten nicht in den Wohnbereich vordringen oder wurden von aufmerksamen Nachbarn vertrieben.

Die Zahlen der Diebstähle an/aus Kraftfahrzeugen im Jahr 2016 fiel auf 23 Fälle und somit unter die Zahlen von 2015. Ebenso fiel die Zahl der Kelleraufbrüche auf nur 3 (im Jahr 2016 waren es 15), die Zahl der Fahrraddiebstähle auf 75 (22% weniger im Vergleich zum Vorjahr) und die Zahl der Ladendiebstähle auf 76 Taten (minus 35% im Vergleich zum Jahr 2016). Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt ist mit 94,7% sehr hoch.

Ein erfreulicher Rückgang findet sich auch im Bereich der Rohheitsdelikte (Körperverletzung und Raubdelikte) wieder: Im Vergleich zum Vorjahr erfuhr der Deliktbereich einen Rückgang von 23,6% und somit auf 310 Fälle. Der Anteil an der Gesamtkriminalität beträgt 23%. Hier spiegelt sich auch der Rückgang der Straftaten von Zuwanderern wieder: Wurden 2016 noch 104 Rohheitsdelikte durch Zuwanderer begangen, so hat sich die Zahl 2017 mit 46 Fällen mehr als halbiert.

Die Zahl an Betrugsdelikten hingegen ist von 113 auf 126 Fälle gestiegen (ein plus von 11,5%). Viele Fälle stehen hier in Zusammenhang der immer umfangreicheren Nutzung des Internets, das bei der Begehung von Straftaten eine immer größere Rolle spielt.

Während die Zahlen der Sachbeschädigungn leicht zurückgingen, stiegen diese jedoch im Bereich der Sachbeschädigungen an Kfz um über 37% an. Damit liegen de Zahlen wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Überwiegend werden hier Spiegel abgetreten, Reifen zerstochen und Lack zerkratzt. Neben Vandalismus spielen dabei oftmals auch persönliche Differnzen (z.B. Beziehungsprobleme) eine Rolle. Die Aufklärungsquote liegt bei diesen Taten nur bei etwa 13%.

Die Rauschgiftdelikte sind um 7,2% zurückgegangen. Ebenso ist die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (hierzu zählt z.B. sexuelle Nötigung) von 21 auf 13 Fälle zurückgegangen.

Die Häufigkeitszahl (rechnerischer Wert, der sich aus der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner zusammensetzt) liegt in der Stadt Waldkraiburg bei 4904 (im Vorjahr 6345). Im Verhältnis kommen also auf 1000 Einwohner der Stadt Waldkraibuh 49,04 Straftaten.

Die für den Dienstbereich PI Waldkraiburg ermittelten 756 Tatverdächtigen teilen sich in 76% Männer und 24% Frauen. Die Anzahl der delinquenten Kinder lag bei 23, im Bereich der Jugendlichen bei 64 und im Bereich der Heranwachsenden (18-21) bei 669. 237 (31,6%) der ermittelten Personen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Auswertung der Daten zur Zuwanderungskriminalität ergibt, dass 104 (13,5% aller Tatverdächtigen) der 237 Nichtdeutschen-Tatverdächtigen als Zuwanderer registriert sind. Der überwiegende Teil dieser Taten wurde in den Einrichtungen für Asylbewerber begangen.

Mit 217 (Vorjahr 261) der Straßenkriminalität zuzordnenden Fälle und dem damit verbundenen weiteren Rückgang um 16,9% ist das niedrigste Ergebnis der letzten 10 Jahre erreicht worden. Zum Bereich der Straßenkriminalität zählen alle Delikte, die auf Straßen, Wegen oder Plätzen stattfinden.

Georg Diebl: „Dieses herausragende Ergebnis der Kriminalstatistik für das Jahr 2017 ist allen Behörden und Institutionen zu verdanken, die sich mit Sicherheit beschäftigen.Neben anderen Blaulichtorganisationen sind das natürlich das Landratsamt, die Stadt und die Gemeinden. Unser Dank gilt auch den Kolleginnen und Kollegen der Kriminalpolizeistation Mühldorf und den Operativen Ergänzungsdiensten Traunstein, die uns bei unseren Aufgaben unterstützen. In diesem Zusammenhang darf auch die Sicherheitswacht nicht unerwähnt bleiben, deren Mitglieder durch sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum ihren Beitrag leisten. Aber auch unsere Bürger helfen u.a. durch schnelle Notrufe und Bereitschaft, als Zeugen zur Verfügung zu stehen.“


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