25.03.2018, 12:02 Uhr

Messerstecherei unter Asylbewerbern Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln wegen versuchter Tötung

(Foto: Bundespolizei Rosenheim)(Foto: Bundespolizei Rosenheim)

Wie berichtet, war es am Freitagabend, 23. März 2018, in der Mühldorfer Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen Asylbewerbern gekommen, bei der zwei Männer schwer verletzt wurden. Noch in der Nacht wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben in dem Fall Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen.

MÜHLDORF Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kripo Mühldorf waren an der Auseinandersetzung, die am Freitagabend gegen 19.10 Uhr im Bahnhoffußweg in der Mühldorfer Innenstadt stattfand, vier junge Asylbewerber beteiligt. Zwei afghanische Staatsangehörige - ein 29- sowie ein 21-Jähriger - wurden dabei verletzt. Beide Opfer erlitten Stichverletzungen, die noch in der Nacht operativ behandelt werden mussten. Für die Männer besteht nach Auskunft der behandelnden Ärzte keine Lebensgefahr mehr.

Zwei Tatverdächtige, ein 27 Jahre alter afghanischer Staatsangehöriger und ein 28-jähriger pakistanischer Staatsbürger, waren nach der Auseinandersetzung vom Tatort geflüchtet. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach den beiden Flüchtigen ein. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen überprüfte die Polizei in den frühen Morgenstunden auch eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Stadt. Dabei kamen aus Gründen der Eigensicherung auch Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz.

In den frühen Morgenstunden des Samstag, 24. März, gelang der Polizei die Festnahme der beiden Gesuchten in einer Gemeinde im Landkreis Altötting.

Aufgrund sehr widersprüchlicher Aussagen der Beteiligten und der Zeugen lässt sich ein dringender Tatverdacht derzeit nicht begründen. Die Staatsanwaltschaft ordnete daher die Freilassung der Tatverdächtigen an.


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