20.02.2020, 14:30 Uhr

Weil jede Sekunde zählt Feuerwehrmänner der FF Aham nun Ersthelfer bei Herzstillstand

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (links), wies die Aktiven der FF Aham im Umgang mit dem Defibrillator ein.  Foto: LandratsamtDer Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (links), wies die Aktiven der FF Aham im Umgang mit dem Defibrillator ein. Foto: Landratsamt

Einsatzkräfte der Feuerwehr Aham (Landkreis Landshut) haben sich zu Ersthelfern bei Herzstillstand ausbilden lassen.

Aham. Bei einem plötzlichen Herzstillstand geht es um Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden können. Rund 20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aham werden nun auch in einem solchen Fall ihren Mitbürgern zu Hilfe eilen. Im Rahmen des Projekts „Defi-Zubringer durch die Feuerwehr“ haben sie sich zu Ersthelfern bei Herzstillstand ausbilden lassen, wurden fundiert im Umgang mit Defibrillator und Herzdruckmassage geschult.

Für Gemeinden wie Aham wurde das Projekt „Defi-Zubringer“ ins Leben gerufen, denn sie liegen am Rand des Rettungsdienstbereichs Landshut. Deshalb kommt den Ersthelfern eine besondere Rolle zu: Aufgrund ihrer Ortsnähe werden die Aktiven im Regelfall einige Minuten vor Notarzt und Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen, die zentral stationiert sind. Diese wenigen Augenblicke können aber womöglich über den Tod oder das Weiterleben des Patienten entscheiden.

Nach Eingang des Notrufs unter der Nummer 112 alarmiert der Disponent der Integrierten Leitstelle sofort Rettungswagen und Notarzt. Zeitgleich wird nun aber auch die örtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten erstversorgt, bis die medizinischen Hilfskräfte die Behandlung des Patienten übernehmen können.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer, zeigte im Zuge der Schulung, wie die Feuerwehrler mit dem Defibrillator umgehen müssen, damit sie in Notfällen in ihrem Gemeindebereich schnelle Hilfe leisten können. Die Feuerwehren Bodenkirchen, Furth, Jesendorf, Bruckberg, Gündlkofen, Baierbach, Attenhausen, Stollnried und Geisenhausen haben sich ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Weitere Feuerwehren wollen sich diesem guten Beispiel anschließen. Die Anschaffung des Defibrillators wurde durch die Spende einer Firma und die örtliche Feuerwehrkasse finanziert.


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