28.11.2019, 14:33 Uhr

EVL-Stellungnahme zum Drama am Dienstag „Wir verurteilen diese Geschehnisse aufs Schärfste“

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

Nach dem schlimmen Gewaltausbruch im Landshuter Eisstadion werden immer mehr erschreckende Einzelheiten bekannt. Der EV Landshut hat sich am Freitag zu den Vorkomnissen geäußert.

LANDSHUT Nach dem Gewaltausbruch von etwa 40 Chaoten im Landshuter Eisstadion läuft die strafrechtliche Aufarbeitung von Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Am Ende der DEL2-Partie des heimischen EV Landshut gegen die Ravensburg Towerstars war es am Dienstagabend (26. November) auf der Tribüne zu Ausschreitungen und heftigen Auseinandersetzungen zwischen Problemfans sowie Polizeikräften bzw. Security-Mitarbeitern gekommen.

Treibende Kräfte der offenbar generalstabsmäßig geplanten Aktion waren teils polizeibekannte Gruppen aus Heidenheim und Aalen, die Landshut zum Schlachtfeld auserkoren hatten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde der Angriff federführend von Aalener Chaoten gemeinsam mit ehemaligen EVL-Ultras initiiert. Sie hatten zum Sturm auf den Gästeblock angesetzt. Gürtelschnallen wurden als Schlagwaffen verwendet, die Beteiligten waren vermummt. Um Schlimmeres zu verhindern, war ein massiver Einsatz der Polizei nötig. Die im Stadion aufgebotenen Ordner bzw. Security-Mitarbeiter, so ist aus Sicherheitskreisen zu hören, hätten die direkte Konfrontation der verfeindeten Fanlager nicht verhindern können.

Leidtragende waren die friedlichen Eishockeyfans im Stadion, die die Prügelszenen von Chaoten, Polizei und Security-Mitarbeitern hautnah miterleben mussten. Geschockte Fans, weinende Kinder, angsterfüllte Gesichter – es war ein schwarzer Tag für die Sportstadt Landshut.

„Wir verurteilen diese Geschehnisse aufs Schärfste. Diese Aktionen sind mit den Werten unseres Sports nicht in Einklang zu bringen und in keiner Weise zu tolerieren.Wir werden die Ermittlungen der Behörden so gut es geht unterstützen. Die Fans können sich sicher sein, dass wir auch in der Zukunft alles in unserer Macht stehende tun, um die Sicherheit aller Besucher im Eisstadion zu gewährleisten“, so EVL Spielbetrieb GmbH-Geschäftsführer Ralf Hantschke in einer Stellungnahme am Freitag (29. November). Der Club, so heißt es auf der Homepage, habe „die Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars am 26.November 2019 mit großer Bestürzung und Entsetzen zur Kenntnis genommen“.

Bislang wurde ein junger Mann aus Aalen festgenommen, der einen Zivilpolizisten verletzt haben soll. Von weiteren Beteiligten konnten die Personalien festgestellt werden. Um die Ermittlungen voranzutreiben und einzelnen Personen konkrete Straftaten nachweisen zu können, hofft die Polizei auf Unterstützung. Zuschauer werden gebeten, eventuell angefertigte Video- oder Fotoaufnahmen zur Verfügung zu stellen. Nähere Infos gibt‘s bei der Polizei unter Telefon 0871/92520.


0 Kommentare