02.08.2019, 19:48 Uhr

Funkloch Tunnel ist immer noch dicht

(Foto: Schmid)(Foto: Schmid)

Ende März war der Josef-Deimer-Tunnel für über eine Woche gesperrt worden, weil dort der Sicherheits- und Behördenfunk nicht funktionierte. Jetzt ist er aus dem selben Grund am Freitag schon wieder dicht gemacht worden. Und die Situation ist dieses Mal für den Landshuter Verkehr noch schlimmer. Wegen der Baustelle in der Wittstraße bildeten sich bereits am Wochenende lange Staus auf den Einfallstraßen nach Landshut in diesem Bereich, zum Beispiel auf der B15. Genervte Autofahrer machten ihrem Wut und ihrer Frust in den sozialen Medien Luft, rieten zum Teil sogar dazu, die Stadt Landshut zu meiden. Auch im Rathaus ist man angesichts der erneuten Störung alles andere als begeistert.

LANDSHUT Der Grund für die Schließung des Tunnels waren auch am Freitag „unregelmäßige Störungen des Objektfunks“. Soll heißen: Der neue Digitalfunk funktioniert in der Landshuter Röhre nicht zuverlässig. Kommt es im Tunnel zu einem Unfall oder einem anderweitigen Einsatz, können die Rettungskräfte nicht kommunizieren. Weil das wiederum eine Situation ist, für die man innerhalb der Verwaltung nicht die Verantwortung übernehmen will, wird der Tunnel in solchen Situationen ganz einfach geschlossen.

Eigentlich hatte man bei der letzten Störung im März eine so genannte Rückfallebene eingezogen für den Fall, dass es wieder zu Störungen kommt. Das Ersatzsystem sollte dafür sorgen, dass der Tunnel bei Funkproblemen nicht wieder komplett dicht gemacht werden muss. Doch auch die „Rückfallebene“ war dieses Mal von den Störungen betroffen. „Bei einem Unfall im Tunnel wäre damit die störungsfreie Kommunikation zwischen den Rettungskräften nicht garantiert gewesen, so dass die Sperrung in Absprache mit der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten aus Sicherheitsgründen unvermeidlich war“, so der Sprecher der Stadt, Johannes Viertelböck.

Noch am Freitag wurde die Wartungsfirma beauftragt. Am Montagmorgen allerdings war der Tunnel immer noch dicht. Derzeit wird unter Hinzuziehung einer Wartungsfirma mit Hochdruck daran gearbeitet, die Ursache für die Störung zu finden. Allerdings lässt sich noch nicht abschätzen, bis wann der Fehler behoben und der Tunnel wieder freigegeben werden kann.

„Ich bitte um Verständnis, das wir nicht anders handeln können. Die Sicherheit von Einsatzkräften und möglichen Unfallopfern geht vor“, postete derweil der Oberbürgermeister der Stadt Landshut auf Facebook.


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