07.05.2019, 10:08 Uhr

Endstation Bezirkskrankenhaus Randalierer wollte sich freiwillig einsperren lassen

Der Randalierer wollte unbedingt in eine Gefängniszelle, „schaffte“ es aber nur ins Bezirkskrankenhaus. (Foto: Ursula Hildebrand)Der Randalierer wollte unbedingt in eine Gefängniszelle, „schaffte“ es aber nur ins Bezirkskrankenhaus. (Foto: Ursula Hildebrand)

Einen ganz ungewöhnlichen Besucher hatte die Landshuter Polizei am frühen Dienstagmorgen: Ein 27-Jähriger wollte sich einsperren lassen. Als dieses Gesuch von den Beamten abgelehnt worden war, randalierte der Mann, um auf diese Weise vielleicht in die Zelle wandern zu „dürfen“. Am Ende stand für den Randalierer „nur“ die Einweisung ins Bezirkskrankenhaus.

LANDSHUT Am Dienstagmorgen, gegen 2.30 Uhr, kam ein 27-Jähriger aus dem Landkreis zur Polizeiinspektion Landshut und zeigte dem wachhabenden Beamten einen Strafbefehl. Der unter Alkohol stehende Mann gab an, dass er nicht in der Lage sei, das nötige Geld aufzubringen, und forderte den Beamten auf, ihn ersatzweise einzusperren.

Dieser erklärte, dass dies nach der aktuellen Verfahrenslage nicht möglich sei. Nachdem die Frage des 27-Jährigen, ob er denn nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert werde, verneint wurde, nahm er den Computerbildschirm und warf diesen zu Boden.

Daraufhin entwickelte sich im Wachraum ein Gerangel, wobei der aggressive Täter zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Dabei leistete er massiven Widerstand. Selbst nach einer erfolgten Blutentnahme ging der Wunsch des Randalierers, in eine JVA einzuziehen, nicht in Erfüllung. Aufgrund seines Zustands und der Tatsache geschuldet, dass er sich vor dem Besuch der Polizeiinspektion selbst Stich- bzw. Schnittwunden am Oberschenkel zugefügt hatte, war eine Einweisung in ein Bezirkskrankenhaus unumgänglich.


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