20.03.2019, 11:57 Uhr

Selbsternannter Sicherheitsdienst Landshuter Polizei unterbindet Streifengang der „Vikings“

Foto: FedericoC/123rf.com (Foto: FedericoC/123rf.com)Foto: FedericoC/123rf.com (Foto: FedericoC/123rf.com)

Die Frauen und Männer der Vereinigung „Vikings Security Germania“ sehen sich selbst als Nachbarschaftshilfe, die unter anderem durch Präsenz auf den Straßen Sicherheit vermitteln will. Am Samstagabend kurz vor 20 Uhr fiel eine entsprechende „Patrouille“ in der Landshuter Innenstadt auf. Aufgrund ihres martialischen Erscheinungsbildes erweckten acht Personen in der Innenstadt das Aufsehen der Landshuter Polizei.

LANDSHUT Es habe der Verdacht bestanden, dass die Personen einen „Streifengang“ durchführten, gab Pressesprecher Stefan Gaisbauer vom Polizeipräsidium Niederbayern Auskunft. Die Gruppe, bestehend aus zwei Frauen und sechs Männern, sei einer Kontrolle unterzogen worden. Gegenüber den Beamten gaben sie an, lediglich einen „Spaziergang“ durchzuführen. Die Polizei Landshut unterband das Auftreten und erstellte Anzeigen.

Wie Gaisbauer mitteilte, wurden die Personalien festgestellt und die Personen angewiesen, ihr martialisches äußeres Erscheinungsbild abzulegen beziehungsweise zu ändern. Mit den von ihnen getragenen Kutten und Embleme wies sich die Gruppe als zugehörig zu den „Vikings Security Germania“ aus. Da sie zudem Funkgeräte mitführten, wurden Anzeigen wegen des Verdachts eines Verstoßes nach dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz erstellt, wie Gaisbauer ausführt. Die Gruppe postete Fotos ihres Streifengangs in Landshut auf Facebook.

Während die Gruppe selbst angegeben hatte, sich lediglich auf einem Spaziergang durch Landshut zu befinden, bedankte sich die „Vikings Security Germania“ auf ihrer Facebookseite am Sonntag bei den „Vikings, die gestern in Landshut auf Tour waren“ und ermutigen sie mit einem „Weiter so“.


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